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US-Treasury-Renditen klettern auf höchsten Stand seit 2007

Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren bei 5,14 Prozent – keine Entspannung am wichtigsten Anleihemarkt der Welt in Sicht.

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US-Treasury-Renditen klettern auf höchsten Stand seit 2007

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist am Mittwoch deutlich gestiegen und hat mit 5,14 Prozent den höchsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2007 erreicht. Damit setzt der wichtigste Anleihemarkt der Welt seinen jüngsten Aufwärtstrend fort, ohne dass eine Entspannung in Sicht wäre. Für Anleger weltweit ist das ein Signal, denn die Rendite der US-Treasuries gilt als Referenzgröße für die Bewertung von Vermögenswerten aller Art.

Treasuries sind zehnjährige US-Staatsanleihen und bilden das Rückgrat des globalen Finanzsystems. Steigt ihre Rendite, verteuert sich die Finanzierung für Staaten und Unternehmen, und die Attraktivität riskanterer Anlagen wie Aktien sinkt tendenziell. Der aktuelle Anstieg fällt in eine Phase, in der die Märkte ohnehin nach Orientierung suchen.

Ölpreis als Inflationstreiber – zuletzt mit anderer Ursache

In den vergangenen Wochen hatte vor allem der hohe Ölpreis die Renditen nach oben getrieben, weil er über steigende Energiekosten für zusätzlichen Inflationsdruck sorgte. Höhere Inflationserwartungen zwingen Anleger dazu, für ihre Anleihen höhere Zinsen zu verlangen – die Rendite steigt. Der jüngste Renditesprung am Mittwoch hatte laut Quelle jedoch andere Ursachen als der Ölpreis. Worin genau diese Ursachen liegen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Für Privatanleger ist wichtig zu verstehen, was ein Renditestand von 5,14 Prozent bedeutet. Die Rendite und der Kurs einer Anleihe bewegen sich gegenläufig: Steigt die Rendite, fallen die Kurse bereits gehaltener Papiere. Wer US-Staatsanleihen im Depot hat, sieht also Kursverluste, während Neuzeichner von den höheren Zinsen profitieren. Gleichzeitig wirkt ein so hohes Zinsniveau als Konkurrenz für Aktien, weil sichere Anlagen wieder nennenswerte Erträge abwerfen.

Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt die Dimension des aktuellen Niveaus. Seit der Finanzkrise 2007 lagen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen über weite Strecken deutlich niedriger. Der nun erreichte Stand markiert damit eine Zäsur am Kapitalmarkt und unterstreicht, wie stark sich das Zinsumfeld verändert hat.

Ob sich der Trend fortsetzt, ist offen. Die Quelle betont ausdrücklich, dass am wichtigsten Anleihemarkt der Welt derzeit keine Entspannung erkennbar ist. Anleger sollten daher sowohl die Inflationsentwicklung als auch die Ursachen des jüngsten Renditeanstiegs im Auge behalten. Wer in Anleihen investiert ist, muss sich auf weitere Kursschwankungen einstellen.

Die Notizen stammen aus dem Newsletter BörsenTag der WirtschaftsWoche, der unter wiwo.de/boersentag bestellt werden kann. Der Newsletter begleitet das Marktgeschehen und ordnet die wichtigsten Entwicklungen für Anleger ein. Die aktuelle Meldung reiht sich damit in eine Serie von Beobachtungen ein, die den Anstieg der US-Renditen in den Fokus rücken.

Festzuhalten bleibt: Mit 5,14 Prozent erreichen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen ein Niveau, das es seit 2007 nicht mehr gab. Der Anstieg am Mittwoch hatte andere Gründe als der zuvor maßgebliche Ölpreis. Für deutsche Anleger bedeutet das vor allem eines – ein Umfeld, in dem Zinsen wieder eine größere Rolle spielen und die Bewertung von Aktien wie Anleihen neu justiert wird.

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