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US-Kerninflation sinkt auf 2,6% – Fed-Zinsentscheidung rückt näher

Die Kernverbraucherpreise in den USA stiegen im Dezember um 2,6% gegenüber dem Vorjahr und blieben damit unter den Erwartungen. Dies nährt Hoffnungen auf eine Entspannung der Inflationslage.

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US-Kerninflation sinkt auf 2,6% – Fed-Zinsentscheidung rückt näher

Die US-Kerninflation hat im Dezember positive Signale gesendet. Der Verbraucherpreisindex (VPI) ohne volatile Nahrungsmittel- und Energiepreise stieg um 2,6% im Jahresvergleich – 0,1 Prozentpunkte unter den Prognosen. Monatlich betrug der Anstieg nur 0,2%, ebenfalls unter den Erwartungen.

Gesamtinflation entspricht Prognosen

Der Gesamt-VPI legte im Dezember um 0,3% gegenüber dem Vormonat zu, was einer Jahresrate von 2,7% entspricht. Beide Werte trafen exakt die Konsensschätzungen der Analysten. Die Federal Reserve strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2% an.

Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Zahlen des Bureau of Labor Statistics. Aktien-Futures legten zu, während die Renditen von US-Staatsanleihen sanken. Investoren werten die Daten als Hinweis darauf, dass sich der Preisauftrieb dem Fed-Ziel annähert.

Wohnkosten bleiben Haupttreiber

Die Kategorie Wohnen bleibt ein hartnäckiger Inflationstreiber. Mit einem monatlichen Plus von 0,4% war dieser Posten der größte Einzelfaktor für den Gesamtanstieg. Auf Jahresbasis verteuerten sich Wohnkosten um 3,2%. Die Kategorie macht über ein Drittel der VPI-Gewichtung aus.

Lebensmittelpreise kletterten im Dezember um 0,7%. Auch Freizeitaktivitäten, Flugtickets und medizinische Versorgung wurden teurer. Bei Freizeitaktivitäten verzeichnete das BLS mit einem Plus von 1,2% den stärksten monatlichen Anstieg seit Beginn der Datenerfassung 1993.

Zollpolitik beeinflusst Preise

Einige zollsensible Kategorien wie Bekleidung zeigten Preissteigerungen. Bei Haushaltsausstattung gaben die Preise jedoch nach, nachdem Präsident Donald Trump von angedrohten Zollerhöhungen für Importe in diesem Sektor Abstand genommen hatte.

Die Fed-Vertreter betrachten die Kerninflation als besseren langfristigen Indikator für die Preisentwicklung als die Gesamtrate. Die aktuellen Daten dürften in die Überlegungen der Notenbank zu ihrem nächsten Zinsschritt einfließen. Für deutsche Anleger sind die US-Inflationsdaten relevant, da sie die globale Geldpolitik und Währungskurse beeinflussen.

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