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US-Inflation verharrt bei 2,7% – Lebensmittel und Gas treiben Preise

Die Inflationsrate in den USA blieb im Dezember 2025 bei 2,7% und damit über dem Fed-Ziel von 2%. Besonders Lebensmittel, Restaurantbesuche und Energiekosten verteuerten sich deutlich.

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US-Inflation verharrt bei 2,7% – Lebensmittel und Gas treiben Preise

Die US-Inflation zeigt sich weiterhin hartnäckig. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Dezember 2025 im Jahresvergleich um 2,7%, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) mitteilte. Damit verharrte die Teuerungsrate auf dem Niveau des Vormonats und liegt deutlich über dem langfristigen Inflationsziel der Federal Reserve von 2%.

Lebensmittel und Energie als Preistreiber

Besonders stark verteuerten sich im Dezember Güter des täglichen Bedarfs. Die Lebensmittelpreise im Einzelhandel kletterten im Monatsvergleich um 0,7%, auch Restaurantbesuche wurden um denselben Prozentsatz teurer. Einzelne Kategorien wie Kaffee und Rindfleisch verzeichneten sogar dramatische Jahressteigerungen von 20% beziehungsweise 16%, ausgelöst durch Lieferengpässe.

Die Energiekosten belasteten die Verbraucher ebenfalls erheblich. Die Preise für leitungsgebundenes Gas schossen im Monatsvergleich um 4,4% nach oben und liegen im Jahresvergleich um 11% höher. Strompreise sanken zwar leicht um 0,1% im Monatsvergleich, bleiben aber im Jahresvergleich mit 7% deutlich erhöht. Auch Bekleidung verteuerte sich um 0,6% gegenüber dem Vormonat.

Trump-Zölle belasten weniger als befürchtet

Ökonomen hatten erwartet, dass die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle einen stärkeren Aufwärtsdruck auf die Inflation ausüben würden. Zölle funktionieren als Steuer auf Importe, die vom US-Importeur gezahlt werden muss. Die befürchtete Weitergabe an Verbraucher fiel jedoch gedämpfter aus als erwartet.

Experten führen dies darauf zurück, dass viele Unternehmen ihre Gewinnmargen schmälerten, anstatt Kunden durch Preiserhöhungen zu verlieren. Zudem konnten Firmen mit vor der Zolleinführung importierten Lagerbeständen ihre Produkte zu gewohnten Preisen verkaufen. Der Oberste Gerichtshof könnte in den kommenden Wochen ein Urteil fällen, das den Rechtsweg für universelle Zölle einschränken könnte.

Datenverzerrung durch Regierungsstillstand

Die tatsächliche Inflationsrate könnte höher liegen als ausgewiesen. Der rekordlange Regierungsstillstand vom 1. Oktober bis 12. November verhinderte die übliche Datenerhebung im Oktober. Das BLS ging daraufhin davon aus, dass in diesem Monat in den meisten Kategorien keine Preiserhöhungen stattfanden.

Mark Zandi von Moody's schätzt, dass die jährliche VPI-Inflationsrate bei etwa 3% läge, wenn die Oktober-Daten vollständig erfasst worden wären. Dies würde das Bild der Preisentwicklung deutlich verschärfen.

Ausblick: Entspannung in Sicht

Trotz der aktuellen Situation sehen Ökonomen Licht am Ende des Tunnels. Die Wohnkosten dürften als Gegengewicht fungieren und die Gesamtinflation im Jahr 2026 und 2027 nach unten ziehen. Experten erwarten, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat und sich in der zweiten Jahreshälfte 2026 wahrscheinlich verlangsamen wird.

Die Entwicklung ist entscheidend für die Geldpolitik der Federal Reserve. Die Notenbank wird bei ihren Zinsentscheidungen 2026 genau abwägen müssen, ob und wann eine Lockerung der Geldpolitik angemessen ist. Für eine Rückkehr zum Inflationsziel von 2% wäre eine monatliche Teuerungsrate von etwa 0,2% erforderlich.

Die Erschwinglichkeit hat sich zu einem zentralen Anliegen für amerikanische Verbraucher und zu einem wichtigen politischen Thema entwickelt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die positiven Disinflationstendenzen unter der Oberfläche durchsetzen können.

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