US-Handelsbeauftragter: China-Zölle bleiben auf aktuellem Niveau
Jamieson Greer schließt weitere Verschärfungen aus – bestimmte Zölle könnten jedoch auf über 15 Prozent steigen.

Washington hält an seiner Zollpolitik gegenüber China fest. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer erklärte am Mittwoch in einem Interview mit Fox Business, dass die Regierung keine Pläne hege, die bestehenden Zölle gegenüber Peking weiter zu verschärfen. Das aktuelle Niveau soll demnach beibehalten werden.
Greer betonte, dass China die Entschlossenheit der USA verstehe, ein bestimmtes Zollniveau dauerhaft aufrechtzuerhalten. Zugleich verwies er darauf, dass die laufenden Gespräche mit Peking auch das Thema chinesischer Überkapazitäten umfassten – ein zentraler Streitpunkt im sino-amerikanischen Handelskonflikt.
Zölle für bestimmte Produkte könnten steigen
Trotz der grundsätzlich stabilen Linie deutete Greer an, dass die Zölle für einzelne Produktgruppen auf 15 Prozent angehoben werden könnten. Für bestimmte Kategorien schloss er sogar Sätze oberhalb dieser Marke nicht aus. Damit bleibt die US-Regierung flexibel, ohne eine generelle Eskalation anzukündigen.
Als ergänzende Instrumente zur Handelspolitik nannte Greer die Abschnitte 122, 301 und 232 des US-Handelsrechts. Diese gesetzlichen Grundlagen ermöglichen der Regierung, Zölle und andere Handelsmaßnahmen unabhängig voneinander einzusetzen. Sie gelten als wichtige Hebel in den laufenden Verhandlungen.
Auf die Frage nach möglichen Änderungen an bestehenden Handelsabkommen gab sich Greer bedeckt und verwies auf noch ausstehende Ergebnisse. Für deutsche Exporteure und Anleger mit Engagements in exportorientierten Sektoren bleibt die Lage damit weiter beobachtungswürdig. Der Handelsstreit zwischen den USA und China prägt seit Jahren die globalen Lieferketten und Kapitalmärkte.
