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Deutsche Wirtschaft unter Druck: US-Zölle und China-Schock belasten

Neue US-Handelspolitik und einbrechende China-Exporte treffen Deutschland hart – doch erste Erholungszeichen sind sichtbar.

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Deutsche Wirtschaft unter Druck: US-Zölle und China-Schock belasten

Die deutsche Wirtschaft steht Anfang 2026 vor einer doppelten Belastungsprobe: Einerseits sorgt die chaotische US-Handelspolitik für massive Unsicherheit, andererseits zeigt der Handel mit China strukturelle Verwerfungen mit historischen Ausmaßen. Gleichzeitig signalisiert das Ifo-Geschäftsklima eine zaghafte Erholung im Inland.

Nach einem Urteil des US-Supreme Court, das Präsident Trumps frühere Notzölle auf Basis des IEEPA für ungültig erklärte, reagierte Trump mit einem neuen pauschalen Zoll von 15 Prozent auf alle Importe – gestützt auf Section 122 des Handelsgesetzes von 1974. Die Maßnahme gilt zunächst für 150 Tage und bedarf danach der Zustimmung des Kongresses. Für Deutschland bedeutet dies unter dem Strich eine leichte Erhöhung des durchschnittlichen Zollsatzes im Vergleich zur vorherigen Regelung – anders als etwa für China oder Brasilien, die unter dem neuen System günstiger wegkommen.

Die Reaktion der Märkte fiel gemischt aus: Der DAX eröffnete mit einem leichten Plus von 0,25 Prozent, Gold stieg als sicherer Hafen, während S&P 500, Nasdaq 100 und der US-Dollar nachgaben. Die Europäische Union zog eine klare Konsequenz: Das Europäische Parlament setzte die Ratifizierung des zuvor ausgehandelten US-EU-Handelsabkommens aus – ein deutliches Signal der diplomatischen Verstimmung.

Rekorddefizit im China-Handel trifft Autoindustrie

Noch gravierender als die US-Zollpolitik wirkt sich der sogenannte China-Schock auf die deutsche Industrie aus. Das Handelsdefizit mit China erreichte zuletzt einen Rekordwert von nahezu 90 Milliarden Euro. Besonders hart getroffen ist die Automobilindustrie: Die deutschen Pkw-Exporte nach China sind gegenüber dem Niveau von 2022 um mehr als 54 Prozent eingebrochen.

Auch der Maschinenbau leidet: Die Exporte sanken 2025 nominell um 1,8 Prozent – preisbereinigt sogar um 3,3 Prozent. Die Ausfuhren nach China gingen dabei um 8,2 Prozent zurück. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) macht chinesische Subventionen und eine verzerrte Währungsbewertung für die Wettbewerbsverzerrungen verantwortlich. Branchenvertreter bezeichnen die anhaltende Zollunsicherheit als „Gift

FinanzenMarktbericht

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