US-Defizit steigt um 1,4 Billionen Dollar durch Trump-Steuerpolitik
Haushaltsbüro warnt vor dramatischer Verschuldung durch Steuersenkungen und verschärfte Einwanderungspolitik bis 2036

Das Congressional Budget Office (CBO) hat seine Defizitprognose für die USA drastisch nach oben korrigiert. Die Neuverschuldung wird in den kommenden zehn Jahren um 1,4 Billionen Dollar höher ausfallen als bisher angenommen. Hauptverantwortlich sind die Steuerpolitik von Präsident Donald Trump und seine Einwanderungsmaßnahmen.
Das im Juli 2025 verabschiedete Steuerpaket verlängert Trumps Steuersenkungen aus dem Jahr 2017 und führt zusätzliche Steuererleichterungen ein. Laut CBO-Bericht wird dies das Defizit in den nächsten zehn Jahren um 4,7 Billionen Dollar erhöhen. Die verschärfte Durchsetzung der Einwanderungsgesetze belastet den Haushalt mit weiteren 500 Milliarden Dollar.
Zölle mildern Defizit nur teilweise
Trotz gestiegener Einnahmen durch Importzölle bleibt die Haushaltslage kritisch. Trump hat die durchschnittlichen Zollsätze auf über 13 Prozent angehoben – den höchsten Stand seit den 1940er Jahren, wie Bloomberg Economics ermittelte. Diese Maßnahme wird das Defizit zwar um 3 Billionen Dollar reduzieren, kann die massiven Steuersenkungen aber nicht ausgleichen.
Das CBO warnt eindringlich: Die Vereinigten Staaten befinden sich auf einem nicht tragfähigen fiskalischen Pfad. Die Schuldenquote wird weiter steigen und die finanzielle Handlungsfähigkeit des Staates zunehmend einschränken.
Zinslast verdoppelt sich bis 2036
Besonders dramatisch entwickeln sich die Zinsausgaben. Die Nettozinszahlungen werden von 1 Billion Dollar im Jahr 2026 auf prognostizierte 2,1 Billionen Dollar im Jahr 2036 steigen. Das CBO führt diese Entwicklung auf die hohe Staatsverschuldung und das anhaltend höhere Zinsniveau zurück.
Für deutsche Investoren bedeutet dies: Die US-Haushaltspolitik bleibt ein Risikofaktor für globale Finanzmärkte. Steigende Staatsschulden können langfristig den Dollar belasten und die Zinsen unter Druck setzen.
