ANZEIGE

US-Börsen vor Inflationsdaten unter Druck – KI-Sektor belastet

Futures nahezu unverändert nach KI-Ausverkauf. Verbraucherpreisindex könnte Fed-Zinspolitik beeinflussen.

2 Min
US-Börsen vor Inflationsdaten unter Druck – KI-Sektor belastet

Die US-Aktienindex-Futures zeigten sich am Freitag nahezu unverändert, nachdem ein Ausverkauf bei KI-Aktien die Märkte belastet hatte. Investoren warten gespannt auf die Inflationsdaten für Januar, die um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht werden. Die drei großen US-Indizes steuern auf ihre schwächste Woche seit November zu.

Der Verbraucherpreisindex dürfte zeigen, dass die Preise weiterhin in stetigem Tempo steigen. Die Daten kommen nur zwei Tage nach einem überraschend robusten Arbeitsmarktbericht, der Befürchtungen verstärkt hat, dass die Federal Reserve die Zinsen länger auf dem aktuellen Niveau belassen könnte. Dennoch preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für eine Zinssenkung im Juni ein, mit insgesamt 60 Basispunkten an Lockerungen für das Gesamtjahr.

Im vorbörslichen Handel fielen die Dow E-Minis um 103 Punkte oder 0,21 Prozent. Die S&P 500 E-Minis sanken um 6 Punkte oder 0,09 Prozent, während die Nasdaq 100 E-Minis 9,25 Punkte oder 0,04 Prozent verloren. Am Donnerstag waren S&P 500 und Dow bereits um mehr als ein Prozent gefallen, der technologielastige Nasdaq brach sogar um zwei Prozent ein.

KI-Investitionen im Fokus

Die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz weiteten sich von Softwareaktien auf weitere Sektoren wie Brokerhäuser und Transportwesen aus. Da die Berichtssaison bereits mehr als zur Hälfte vorüber ist, stehen die KI-Investitionsausgaben der "Magnificent Seven"-Unternehmen im Mittelpunkt. Deren kumulierte Investitionen werden voraussichtlich rund 650 Milliarden Dollar erreichen.

Anleger fordern zunehmend reale Erträge aus diesen massiven Investitionen. "Die zentrale Frage für Aktienanleger ist, ob der heutige Anstieg der Investitionsausgaben in ein dauerhaftes Gewinnwachstum umgemünzt werden kann", schrieb Bob Savage, Leiter der Markt-Makrostrategie bei BNY. Die ambitionierten Bewertungen und die höhere Verschuldung müssten durch entsprechende Gewinne gerechtfertigt werden.

Halbleitersektor mit gemischten Signalen

Einen Lichtblick bot Applied Materials mit einem Kurssprung von 11,5 Prozent im vorbörslichen Handel. Der Halbleiterausrüster prognostizierte für das zweite Quartal einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen der Wall Street. Branchenkollegen Lam Research und KLA Corp legten daraufhin um 1,3 beziehungsweise 1,8 Prozent zu.

Arista Networks kletterte um elf Prozent, nachdem der Netzwerk-Ausrüster einen Jahresumsatz über den Erwartungen in Aussicht stellte. Die Quartalszahlen des Chip-Marktführers Nvidia im weiteren Verlauf dieses Monats werden als nächster großer Test für den KI-Handel erwartet.

AppLovin gab hingegen leicht nach, nachdem die Aktien der Marketingplattform in der vorangegangenen Sitzung um fast zehn Prozent gefallen waren. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Titel bereits 45 Prozent im Minus – ein deutliches Zeichen für die Verunsicherung im KI-Sektor.

Handelspolitische Entwicklungen

An der Handelsfront unterzeichneten die USA und Taiwan ein Gegenseitigkeitsabkommen. Dieses bestätigt eine Abgabe von 15 Prozent auf Importe aus Taiwan und enthält gleichzeitig die Verpflichtung, Zölle auf fast alle US-Waren abzuschaffen oder zu senken. Laut Financial Times plant US-Präsident Donald Trump zudem, einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zu senken.

Us-BörsenInflationsdatenKi-AktienFederal ReserveApplied MaterialsNvidiaZinssenkung

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer