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US-Arbeitsmarkt und Zoll-Urteil setzen Märkte unter Druck

Die Finanzmärkte stehen vor einem entscheidenden Tag: Der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember und ein mögliches Urteil des Obersten Gerichtshofs zu Trumps Zöllen könnten erhebliche Volatilität auslösen.

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US-Arbeitsmarkt und Zoll-Urteil setzen Märkte unter Druck

Die globalen Finanzmärkte befinden sich in Wartestellung. Anleger blicken gespannt auf gleich zwei bedeutende Ereignisse, die bereits am heutigen Freitag für Bewegung sorgen könnten: den US-Arbeitsmarktbericht für Dezember und ein mögliches Urteil des Supreme Court zur Rechtmäßigkeit der umstrittenen Zölle von Präsident Donald Trump.

Zoll-Urteil könnte Märkte erschüttern

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs steht besonders im Fokus der Investoren. Es geht um die Frage, ob Trump die rechtliche Grundlage hatte, weitreichende Zölle zu verhängen. Nach den Anhörungen im November äußerten sowohl konservative als auch liberale Richter Zweifel daran, ob der International Emergency Economic Powers Act von 1977 dem Präsidenten diese Befugnis einräumt.

Sollte das Gericht die Zölle für rechtswidrig erklären, könnte dies weitreichende Folgen haben. Importeure könnten Anspruch auf Rückerstattungen in Höhe von bis zu 150 Milliarden US-Dollar haben. Zudem würde dies die Gültigkeit zahlreicher Handelsabkommen infrage stellen, die im vergangenen Jahr unter großem Medieninteresse vereinbart wurden.

Arbeitsmarktdaten im Blick

Der Beschäftigungsbericht für Dezember wird Aufschluss darüber geben, ob sich der US-Arbeitsmarkt weiterhin in dem von Ökonomen beschriebenen "Weder-Einstellung-noch-Entlassung"-Modus befindet. Die Daten dürften einen schleppenden, aber stabilen Arbeitsmarkt zeigen – allerdings könnten sie kaum ausreichen, um die Unsicherheit über die künftige Zinspolitik zu beseitigen.

Die Märkte preisen derzeit zwei Zinssenkungen für das laufende Jahr ein, während die tief gespaltene Federal Reserve lediglich eine Senkung signalisiert hat. Für die Januar-Sitzung erwarten Händler mehrheitlich unveränderte Zinsen.

Vorsichtige Marktstimmung

Die Unsicherheit spiegelt sich in der Marktentwicklung wider: Der US-Dollar zeigt sich robust, während Aktien um eine klare Richtung ringen. Bemerkenswert ist, dass die Märkte den anfänglichen Zollschock relativ schnell überwunden hatten und Risikoanlagen danach stark zulegten.

Geopolitische Spannungen treiben derweil die Ölpreise auf den höchsten Stand seit zwei Wochen. Globale Rüstungsaktien profitieren von Trumps Forderung nach einer massiven Erhöhung der Verteidigungsausgaben.

Mega-Fusion im Bergbausektor

In der Unternehmenswelt bahnt sich eine Rekord-Transaktion an: Rio Tinto und Glencore bestätigten Fusionsgespräche. Die Vereinbarung könnte den weltgrößten Bergbaukonzern mit einem kombinierten Marktwert von fast 207 Milliarden US-Dollar schaffen. Geplant ist eine Übernahme "einiger oder aller" Glencore-Anteile durch Rio Tinto im Rahmen eines reinen Aktientauschs.

Wichtige Daten für deutsche Anleger

Für europäische Investoren stehen am Freitag zudem die deutschen Handelsdaten für November sowie die Einzelhandelsumsatzdaten der Eurozone für denselben Monat auf der Agenda. Diese Zahlen könnten zusätzliche Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa liefern.

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