US-Abgeordnete wollen chinesische Rechenzentrumstechnik aus Regierungssystemen verbannen
Überparteiliche Gesetzgeber drängen darauf, chinesische optische Transceiver aus US-Regierungssystemen zu entfernen, um Sicherheitsrisiken zu mindern.

Eine überparteiliche Gruppe US-amerikanischer Gesetzgeber hat am Freitag einen Gesetzentwurf eingebracht, der chinesische optische Transceiver aus Regierungssystemen heraushalten soll. Die als optische Transceiver bekannten Geräte übertragen und empfangen Daten über Glasfaserkabel und gelten als entscheidend für KI-Rechenzentren. Der Gesetzentwurf würde Bundesbehörden die Nutzung optischer Module chinesischer Hersteller verbieten und ein Programm auflegen, das US-Unternehmen beim Aufbau von Alternativen unterstützt.
Der Entwurf wird von den Abgeordneten John Moolenaar und Raja Krishnamoorthi vorangetrieben. Er würde das Handelsministerium verpflichten, eine Liste chinesischer Hersteller optischer Transceiver zu erstellen, Bundesbehörden deren Nutzung untersagen und Bundesbeihilfen für Rechenzentren verbieten, die solche Komponenten einsetzen. Zudem würde er jährlich 150 Millionen US-Dollar von 2026 bis 2030 genehmigen, damit das Handelsministerium US-amerikanische Alternativen fördern kann.
Optische Transceiver verbinden Server und Switches über Glasfaserkabel. Zu den chinesischen Anbietern zählen Innolight, Eoptolink und HG Genuine. Innolight und Eoptolink wurden auf die Liste des Pentagons für chinesische Militärunternehmen gesetzt. Die Unternehmen bestreiten dies. Innolight erklärte, man sei kein Militärunternehmen und es gebe keine Beweise dafür. Eoptolink erklärte, man sei kein Militärunternehmen und erfülle die Vorschriften. HG Genuine äußerte sich nicht umgehend.
Befürworter des Gesetzentwurfs argumentieren, Peking könnte diese Geräte nutzen, um den Zugang zu US-KI-Tools zu stören und die Cloud zu gefährden. Die Einschränkung würde sich auf optische Transceiver beziehen, die von chinesischen Herstellern produziert werden. Die Maßnahme fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen Washington und Peking im Technologiebereich.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass das Handelsministerium chinesische Hersteller identifiziert und auf eine Liste setzt. Bundesbehörden dürften deren Produkte dann nicht mehr verwenden. Zudem wären Bundesbeihilfen für Rechenzentren untersagt, die auf solche Komponenten setzen. Für den Aufbau US-amerikanischer Alternativen sollen jährlich 150 Millionen US-Dollar bereitgestellt werden, befristet auf die Jahre 2026 bis 2030.
Die US-Branche argumentiert seit Längerem, dass ein solcher Schritt den Aufbau der heimischen KI-Infrastruktur verlangsamen könnte, da chinesische Anbieter bei optischen Transceivern einen erheblichen Marktanteil halten. US-Unternehmen wie Coherent und Lumentum verkaufen wettbewerbsfähige Technologie, verfügen jedoch nicht über die Skalierbarkeit, um chinesische Anbieter zu ersetzen, so einem Bericht der Foundation for American Innovation zufolge.
Der Gesetzentwurf reiht sich in eine Reihe von Vorstößen ein, mit denen Washington die Abhängigkeit von chinesischer Technologie in kritischen Infrastrukturen verringern will. Optische Transceiver gelten dabei als besonders sensibel, weil sie in KI-Rechenzentren und Regierungsnetzen zum Einsatz kommen. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, hätte die Regierung fünf Jahre Zeit, um die Einhaltung umzusetzen und alternative Lieferketten aufzubauen.
