Uranium Royalty übernimmt Sweetwater Royalties für 1,1 Milliarden Dollar
Das kanadische Unternehmen diversifiziert sein Portfolio und profitiert von der steigenden Nachfrage nach Kernbrennstoffen weltweit.

Uranium Royalty (TSX: URC; Nasdaq: UROY) hat einer milliardenschweren Übernahme zugestimmt: Das in Vancouver ansässige Unternehmen übernimmt das in Privatbesitz befindliche Sweetwater Royalties für rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Ziel der Transaktion ist die Diversifizierung des Portfolios sowie die Nutzung der wachsenden Nachfrage nach Kernbrennstoffen.
Im Rahmen der Transaktion werden Sweetwater und Uranium Royalty unter einer neuen Muttergesellschaft mit Sitz in den USA zusammengeführt. Die neue Gesellschaft wird ebenfalls den Namen Uranium Royalty tragen und eine Notierung ihrer Stammaktien an der Nasdaq beantragen. Der Abschluss der Transaktion wird für den Beginn des dritten Quartals erwartet.
Struktur der Transaktion
Die Mehrheitsaktionäre von Sweetwater – Orion Resource Partners und der Ontario Teachers' Pension Plan – erhalten im Rahmen des Deals 330 Millionen US-Dollar in bar sowie 813 Millionen US-Dollar in Aktien der neuen Gesellschaft. Der angenommene Aktienwert beträgt dabei 3,64 US-Dollar pro Aktie. Inklusive ausstehender Schulden bewertet die Transaktion Sweetwater mit rund 1,9 Milliarden US-Dollar.
Sweetwater wurde vor sechs Jahren gegründet und kontrolliert umfangreichen Mineralbesitz in den US-Bundesstaaten Wyoming, Utah, Colorado und Michigan. Das Kernstück des Unternehmens bilden Trona-Lagerstätten zur Produktion von Soda. Das Unternehmen hat in den vergangenen zwei Jahren 80 Millionen US-Dollar an seine Aktionäre ausgeschüttet und einen stetigen Cashflow generiert.
Strategische Bedeutung für Uranium Royalty
Die groß angelegte Anlagenbasis von Sweetwater ermöglicht es Uranium Royalty, über Uran hinaus zu diversifizieren und gleichzeitig die Ausrichtung auf die Energiewende beizubehalten. CEO Scott Melbye betonte in einer Mitteilung, die Übernahme werde „die kurzfristigen Cashflows aus wettbewerbsfähigen und zuverlässigen, langlebigen Anlagen in einer erstklassigen Jurisdiktion wie Wyoming beschleunigen, mit der wir sehr verbunden und vertraut sind."
Melbye hob zudem die strategische Bedeutung für das Kerngeschäft hervor: „Noch wichtiger ist, dass sie eine starke finanzielle Basis bietet, die es uns ermöglicht, unseren Fokus auf Uran in einer Zeit historischen Wachstums der Kernenergie voll auszuschöpfen und zu erweitern." Der globale Uranmarkt verzeichne ein erhebliches Defizit beim Primärangebot, was in den kommenden Jahren weiteres Wachstumspotenzial verspricht.
Für deutsche Anleger ist die Transaktion vor dem Hintergrund des weltweiten Kernenergie-Renaissanceprozesses relevant. Angesichts des steigenden Energiebedarfs und der Klimaziele setzen immer mehr Länder wieder verstärkt auf Kernkraft – was die Nachfrage nach Uran und damit verbundenen Rohstoffen strukturell antreibt. Uranium Royalty positioniert sich mit diesem Deal als breit aufgestellte Royalty-Plattform im Energiesektor.
