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Ultrakurz-Anleihefonds bieten attraktive Renditen bei minimalem Kursrisiko

In Phasen stark steigender Zinsen lassen sich Kursverluste bei Anleihen durch Ultrakurz-Anleihefonds deutlich reduzieren.

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Ultrakurz-Anleihefonds bieten attraktive Renditen bei minimalem Kursrisiko

In einer Phase schnell steigender Zinsen mangelt es nicht an beunruhigenden Schlagzeilen, die darauf hinweisen, dass die Kurse von Anleihen fallen und so den Vorteil der höheren Erträge zunichtemachen. Genau hier setzt eine Anlagestrategie an, die bei Anlegern zunehmend Beachtung findet: Ultrakurz-Anleihefonds. Sie ermöglichen attraktive Renditen bei vergleichsweise geringem Kursrisiko, wie ein Bericht von MarketWatch hervorhebt.

Der Mechanismus dahinter ist einfach, aber wirkungsvoll. Während die Zinsen weiter stark ansteigen könnten, lässt sich ein Großteil des Kursrisikos durch die Investition in Ultrakurz-Anleihefonds vermeiden. Denn je kürzer die Restlaufzeit der enthaltenen Papiere, desto geringer fällt der Kurshebel aus, der bei Zinsänderungen wirksam wird. Anleger, die auf diese Fondskategorie setzen, können sich damit einen Teil der Erträge sichern, ohne das volle Ausmaß der Zinsschwankungen tragen zu müssen.

Der Unterschied zwischen Einzelanleihen und Anleihefonds

Ein zentraler Punkt, den Anleger verstehen sollten, betrifft die unterschiedliche Risikostruktur von Einzelanleihen und Fonds. Wer in einzelne Anleihen investiert, kann diese bis zur Fälligkeit oder bis zu einem vorzeitigen Rückruf halten und erhält dabei seinen Nennwert ausgezahlt. Das Kursrisiko spielt in diesem Fall keine Rolle, solange der Emittent nicht zahlungsunfähig wird – der Anleger bekommt am Ende den Nominalbetrag zurück.

Anleger in Anleihefonds sind dagegen dem täglichen Kursschwankungsrisiko ausgesetzt. Ein Anleihefonds weist einen schwankenden Aktienkurs auf, der sich mit den Marktzinsen bewegt. Befindet sich der Markt in einer langen Phase steigender Zinsen, kann dies über Jahre hinweg zu negativen Gesamtrenditen führen – also zur Summe aus Kursentwicklung und ausgeschütteten Dividenden. Diese Kombination aus fallenden Kursen und dem Ausbleiben ausreichender Ausschüttungen kann die Rendite über einen längeren Zeitraum belasten.

Warum die kurze Laufzeit den Unterschied macht

Ultrakurz-Anleihefonds umgehen dieses Problem teilweise, indem sie auf Papiere mit sehr kurzen Restlaufzeiten setzen. Da diese Anleihen schnell fällig werden, wirken sich Zinsänderungen nur begrenzt auf ihren Kurs aus. Der Fonds kann frei werdendes Kapital zügig in höher verzinste Papiere reinvestieren und so von steigenden Zinsen profitieren, statt unter ihnen zu leiden.

Für deutsche Privatanleger ist diese Überlegung besonders relevant, da auch hierzulande die Zinswende die Anleihemärkte stark bewegt hat. Wer sein Geld in klassischen Rentenfonds mit langer Duration geparkt hat, musste teils deutliche Buchverluste hinnehmen. Ultrakurz-Anleihefonds bieten in diesem Umfeld eine Möglichkeit, von den gestiegenen Renditen zu profitieren, ohne das volle Kursrisiko zu tragen.

Entscheidend bleibt jedoch die Abwägung: Attraktive Renditen bei minimalem Kursrisiko bedeuten nicht, dass gar kein Risiko besteht. Anleger sollten die Zusammensetzung des Fonds, die durchschnittliche Laufzeit und die Bonität der enthaltenen Emittenten genau prüfen, bevor sie investieren. Die kurze Laufzeit reduziert das Zinsänderungsrisiko, ersetzt aber keine sorgfältige Auswahl.

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