Ukrainische Drohnen treffen russischen Schwarzmeerhafen Taman – Ölinfrastruktur beschädigt
Angriff auf strategisch wichtigen Umschlagplatz für Energieprodukte verletzt zwei Menschen und löst mehrere Brände aus.

Der russische Schwarzmeerhafen Taman ist am Sonntag Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Nach Angaben des Gouverneurs der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, wurden dabei ein Öltank, ein Lagerhaus sowie mehrere Terminals beschädigt. Zwei Personen erlitten Verletzungen bei dem Angriff auf die Hafenanlage im Dorf Wolna.
Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften am Sonntag gegen mehrere Brände in der Hafenanlage. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff auf den strategisch wichtigen Hafenkomplex. Zusätzliche Drohnenangriffe trafen den Ferienort Sotschi und das Dorf Jurowka nahe der Küstenstadt Anapa, verursachten dort aber geringere Schäden.
Der Hafen Taman spielt eine zentrale Rolle im russischen Rohstoffhandel. Die Anlage dient als Umschlagplatz für Ölprodukte, Getreide, Kohle und andere Rohstoffe. Branchenquellen zufolge wurden 2024 rund 4,16 Millionen Tonnen Ölprodukte über Taman verschifft.
Wiederaufnahme der Angriffe nach Moratorium
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieinfrastruktur in den vergangenen Tagen wieder aufgenommen. Ein von den USA vermitteltes Moratorium für solche Attacken war zuvor ausgelaufen. Kiew reagiert damit auf anhaltende russische Angriffe auf ukrainische Energie- und Versorgungsinfrastruktur.
Russland hat seinerseits wiederholt Heizungs- und Stromversorgungsanlagen in der Ukraine attackiert. Die Angriffe haben während eines ungewöhnlich kalten Winters Hunderttausende Menschen ohne Strom und Heizung gelassen. Der gegenseitige Beschuss kritischer Infrastruktur prägt weiterhin den Konflikt zwischen beiden Ländern.
