Druschba-Pipeline: Russischer Angriff stoppt Öltransit nach Osteuropa
Ukrainisches Außenministerium bestätigt Unterbrechung des russischen Ölflusses durch eigenen Militärangriff auf Pipeline-Infrastruktur.

Der Transit russischen Öls nach Osteuropa ist seit dem 27. Januar unterbrochen. Russische Streitkräfte haben den ukrainischen Abschnitt der strategisch wichtigen Druschba-Pipeline angegriffen, wie das ukrainische Außenministerium am Donnerstag mitteilte. Die Anlage steht seitdem in Flammen.
Außenminister Andrii Sybiha veröffentlichte auf X Bilder von Feuerwehrleuten, die gegen die Brände an der Pipeline-Infrastruktur kämpfen. "Dies ist die Infrastruktur der Druschba-Pipeline, die nach dem jüngsten gezielten russischen Angriff am 27. Januar brennt, wodurch der Öltransit gestoppt wurde", erklärte der Minister.
Das ukrainische Öl- und Gasunternehmen Naftogaz hatte bereits am Tag des Angriffs von einem russischen Schlag auf eine seiner Anlagen in der Ostukraine berichtet. Welche Einrichtung konkret getroffen wurde, gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt.
Ungewöhnlicher Angriff auf eigene Versorgungsroute
Der Vorfall ist bemerkenswert, da Russland mit diesem Angriff eine Pipeline beschädigt hat, die das Land selbst zur Versorgung europäischer Abnehmer nutzt. Die Druschba-Pipeline ist eine der wichtigsten Transportrouten für russisches Rohöl nach Mittel- und Osteuropa.
In der Vergangenheit hatte die Ukraine bereits mehrfach Angriffe auf die Druschba-Pipeline auf russischem Territorium durchgeführt. Diese Aktionen führten zu vorübergehenden Unterbrechungen des Ölflusses und lösten diplomatische Beschwerden aus Ungarn und der Slowakei aus. Beide Länder sind auf russische Öllieferungen über die Pipeline angewiesen.
Die aktuellen Auswirkungen auf die Ölversorgung Osteuropas und die voraussichtliche Dauer der Unterbrechung sind derzeit noch unklar. Auch über mögliche Reparaturarbeiten an der beschädigten Infrastruktur liegen keine Informationen vor.
