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Venezuela stoppt Ölverkäufe ohne US-Einzelgenehmigungen – Exporte unter Druck

Staatlicher Ölkonzern PDVSA verweigert Verkauf an Händler ohne spezielle Lizenzen aus Washington

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Venezuela stoppt Ölverkäufe ohne US-Einzelgenehmigungen – Exporte unter Druck

Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA hat seine Verkaufspolitik drastisch verschärft. Seit zwei Wochen verkauft das Unternehmen Rohöl ausschließlich an Firmen mit individuellen US-Lizenzen, wie vier mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters bestätigten. Die Maßnahme schränkt die Exporte erheblich ein und verhindert, dass Venezuela seine übervollen Lagertanks zügiger leeren kann.

Die USA hatten im vergangenen Monat sowohl eine allgemeine Lizenz für Ölexporte erteilt als auch spezielle Einzelgenehmigungen für die Rohstoffhändler Trafigura und Vitol ausgestellt. Diese Lizenzen erlauben den beiden Unternehmen den Export venezolanischen Öls im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. Trotz der allgemeinen Lizenz besteht PDVSA nun auf individuellen Genehmigungen.

Quellen aus Unternehmen, die Ölladungen erwerben wollten, berichten von der neuen Hürde beim Handel mit Venezuela. Die restriktive Haltung des staatlichen Ölkonzerns kommt überraschend, da die allgemeine US-Lizenz eigentlich einen breiteren Marktzugang ermöglichen sollte.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Die neue Verkaufspolitik hat unmittelbare Konsequenzen für Venezuelas Ölwirtschaft. Das südamerikanische Land sitzt auf vollen Lagertanks und ist dringend auf Exporte angewiesen, um Einnahmen zu generieren. Durch die Beschränkung auf wenige lizenzierte Käufer verlangsamt sich der Abverkauf erheblich.

Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven, kämpft jedoch seit Jahren mit Produktionsproblemen und internationalen Sanktionen. Die Ölexporte sind für das wirtschaftlich angeschlagene Land von existenzieller Bedeutung. Jede Verzögerung beim Verkauf verschärft die ohnehin angespannte Finanzlage.

Für internationale Händler bedeutet die neue Politik zusätzliche Unsicherheit. Nur Unternehmen mit spezifischen US-Genehmigungen können nun am lukrativen venezolanischen Ölgeschäft teilnehmen. Dies konzentriert den Handel auf wenige große Player wie Trafigura und Vitol, die bereits über die erforderlichen Lizenzen verfügen.

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