ANZEIGE

Trumps Macht stärkt den Dollar und verunsichert Märkte

Kapitalflucht, Inflationssorgen und steigende Zinsen prägen die US-Wirtschaft

2 Min
Trumps Macht stärkt den Dollar und verunsichert Märkte

Donald Trumps kommende Präsidentschaft und die Kontrolle seiner republikanischen Partei über beide Kammern des US-Kongresses sorgen für Nervosität an den Kapitalmärkten. Die Reaktionen sind unmittelbar sichtbar: Die Renditen für US-Staatsanleihen steigen an, während der Dollar-Kurs gegenüber anderen Währungen zulegt. Am Mittwoch kletterten die Anleiherenditen in den USA kurzfristig auf 4,48 Prozent für zehnjährige Papiere, ein Niveau, das zuletzt im Juli beobachtet wurde. Gleichzeitig erstarkte der Dollar gegenüber dem Euro, der zeitweise auf 1,0514 Dollar fiel – der höchste Wert seit 13 Monaten.

Diese Entwicklungen stehen in Zusammenhang mit den attraktiveren Renditen in den USA, die Kapital aus anderen Währungsräumen anziehen und die Nachfrage nach dem Dollar erhöhen. Diese Bewegung wird auch durch die aktuelle Inflationsrate in den USA beeinflusst, die im Oktober bei 2,6 Prozent lag und damit deutlich über dem Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent liegt. Besonders die Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, bleibt mit 3,3 Prozent hoch.

Die politische Situation in den USA bringt dabei sowohl Stabilität als auch neue Risiken. Die Mehrheit der Republikaner im Kongress könnte für eine ruhigere Haushaltsführung sorgen, da weniger Blockaden zu erwarten sind, wenn es um die Erhöhung der Schuldenobergrenze geht. Andernfalls könnte ein Scheitern dieses Vorhabens zur Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung führen. Gleichzeitig gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich der hohen Staatsverschuldung, die durch eine expansive Fiskalpolitik weiter zunehmen könnte.

Eine entscheidende Rolle spielt die Fed, die nach einer Phase hoher Zinsen zur Bekämpfung der Inflation inzwischen den Kurs gesenkt hat. Die Marktteilnehmer erwarten jedoch, dass eine stark agierende Trump-Regierung möglicherweise erneut für steigende Inflation sorgt, was die Notenbank vor Herausforderungen stellen könnte. Die Investoren haben sich bereits auf die Möglichkeit höherer Zinsen in den kommenden Jahren eingestellt, was sich in den gestiegenen Renditen für länger laufende Anleihen widerspiegelt.

Kritiker wie Hedgefonds-Manager Bob Elliott werfen der Fed vor, eine zu optimistische Geldpolitik zu verfolgen, die nicht in der Realität verankert sei. In den kommenden Jahren könnte die Kombination aus staatlichen Ausgaben, protektionistischen Maßnahmen und einer starken politischen Positionierung Trumps die geldpolitischen Entscheidungen der Fed und das Vertrauen in die Stabilität der Anleihen beeinflussen.

USAKonjunkturInflationUSDFederal Reserve Bank Donald Trump

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer