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Trump verhängt hohe Zölle auf Kupferimporte

Auch Medikamente und Chips im Visier – Partnerländer fürchten wirtschaftliche Schäden

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Trump verhängt hohe Zölle auf Kupferimporte

Die USA wollen künftig deutlich höhere Zölle auf Kupferimporte erheben. Präsident Donald Trump kündigte an, einen Einfuhrzoll von 50 Prozent auf das wichtige Industriemetall einzuführen. Zudem stellte er weitere Strafzölle auf Halbleiter und Pharmazeutika in Aussicht. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Ausweitung des Handelskonflikts, den Washington mit zahlreichen Partnern führt. Die Märkte reagierten umgehend: Die US-Kupfer-Futures stiegen um mehr als zehn Prozent. Zugleich fielen die Aktienkurse großer Pharmaunternehmen, nachdem Trump Zölle von bis zu 200 Prozent auf Medikamentenimporte ins Spiel brachte – allerdings mit dem Hinweis, diese könnten um rund ein Jahr verzögert werden.

Trump hatte bereits zuvor 14 Handelspartner, darunter bedeutende Exportländer wie Japan und Südkorea, mit neuen Zöllen unter Druck gesetzt. Er wiederholte zudem die Androhung von zehnprozentigen Strafzöllen auf Waren aus Brasilien, Indien und weiteren Mitgliedern der BRICS-Staaten. Gespräche mit der EU und China bezeichnete der Präsident zwar als fortschreitend, doch kündigte er zugleich an, der Europäischen Union in wenigen Tagen ein offizielles Zollschreiben zukommen zu lassen.

In Asien versucht man, die Folgen abzufedern. Japan strebt Ausnahmen für seine starke Autoindustrie an, will aber den Agrarsektor nicht als Verhandlungsmasse opfern. Südkorea kündigte an, in den kommenden Wochen intensivere Gespräche zu führen, um eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung zu finden. Beide Länder sehen sich möglichen Zöllen von bis zu 25 Prozent gegenüber. Die EU wiederum möchte bis Anfang August ein Abkommen erzielen, das zentrale Exportbranchen wie Flugzeuge, Medizintechnik und Spirituosen schützt. Andernfalls drohen laut dem deutschen Finanzminister Lars Klingbeil Gegenmaßnahmen.

Trumps Regierung sieht die Zölle als wichtige Einnahmequelle. Laut dem US-Finanzministerium wurden bislang rund 100 Milliarden US-Dollar eingenommen, bis Jahresende könnten es 300 Milliarden werden. Das Yale Budget Lab schätzt, dass die effektive US-Zollbelastung inzwischen bei 17,6 Prozent liegt – dem höchsten Stand seit 1934. Trotz dieser Maßnahmen konnten bislang nur zwei neue Handelsabkommen geschlossen werden: mit dem Vereinigten Königreich und Vietnam. Trump behauptete dennoch, viele Länder drängten auf Verhandlungen und kündigte für Mittwoch mindestens sieben weitere Zollankündigungen an. Weitere folgten laut seiner Mitteilung auf der Plattform Truth Social später am Tag.

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