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Konzerne starten Investitionskampagne für Deutschland

300 Milliarden Euro und politische Rückendeckung für Merz’ Wirtschaftswende

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Konzerne starten Investitionskampagne für Deutschland

Deutsche Großunternehmen und internationale Investoren setzen ein Signal für den Standort Deutschland: Mit Investitionen in Höhe von rund 300 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren wollen sie ein neues Kapitel aufschlagen. Unter dem Arbeitstitel „Made for Germany“ formiert sich eine breit angelegte Kampagne, mit der mehr als 30 Konzerne und mehrere Finanzinvestoren ihren Glauben an die Zukunftsfähigkeit des Landes unterstreichen wollen.

Die Initiative versteht sich als wirtschaftspolitisches Ausrufezeichen. Sie soll nicht nur das Vertrauen in Deutschland als Industriestandort stärken, sondern zugleich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner angekündigten „Wirtschaftswende“ den Rücken stärken. Den symbolischen Startschuss für die Kampagne sollen Siemens-Chef Roland Busch und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing geben. Gemeinsam mit Merz und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist ein Treffen im Kanzleramt für den 21. Juli geplant.

Hinter der Kampagne stehen die Kommunikationsagentur FGS Global und der Medienkonzern Axel Springer. Zu den Unterstützern zählen neben Siemens und der Deutschen Bank auch RWE, SAP, Rheinmetall und Volkswagen. Auf der Investorenseite engagieren sich unter anderem KKR und Advent. Insider berichten, dass sich die Zahl der Beteiligten fast täglich erhöhe.

Im Zentrum der Aktion stehen sogenannte Leuchtturmprojekte, mit denen die beteiligten Unternehmen konkrete Investitionen in Forschung, Entwicklung, Produktion und Personal sichtbar machen wollen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um neue Zusagen, sondern um bereits geplante Ausgaben, deren Bedeutung für den Standort Deutschland nun öffentlich hervorgehoben werden soll.

Die Kampagne entsteht auch vor dem Hintergrund einer gewissen Ernüchterung über die wirtschaftspolitische Linie der früheren Bundesregierung unter Olaf Scholz (SPD). Viele Unternehmen hatten sich enttäuscht über den bisherigen Kurs gezeigt. Die neue schwarz-rote Koalition unter Merz verbindet nun ihre Strategie mit einem umfassenden Infrastrukturprogramm sowie jüngst beschlossenen Steuererleichterungen in Höhe von 46 Milliarden Euro – ein Paket, das in Wirtschaftskreisen Hoffnung auf einen Kurswechsel weckt.

DeutschlandInvestitionenWirtschaftIndustrieFriedrich Merz

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