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Trump plant keine Entlassung von Fed-Chef Powell – trotz Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump will Fed-Chef Jerome Powell trotz laufender Untersuchungen vorerst nicht entlassen. Die Zukunft des Notenbankchefs bleibt jedoch ungewiss, seine Amtszeit endet im Mai 2025.

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Trump plant keine Entlassung von Fed-Chef Powell – trotz Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch erklärt, dass er trotz einer strafrechtlichen Untersuchung des Justizministeriums gegen Jerome Powell keine konkreten Pläne hat, den Fed-Vorsitzenden zu entlassen. Allerdings sei es "zu früh", um eine endgültige Entscheidung zu treffen. "Ich habe keinen Plan, das zu tun", sagte Trump in einem Interview mit Reuters.

Untersuchung wegen Kostenüberschreitungen

Die Trump-Administration hat kürzlich eine strafrechtliche Untersuchung gegen Powell eingeleitet. Hintergrund sind Kostenüberschreitungen bei einem 2,5 Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt zweier historischer Gebäude im Hauptquartier der Federal Reserve. Powell hatte die Untersuchung am Sonntag öffentlich gemacht und bestreitet jegliches Fehlverhalten. Er sieht darin einen Vorwand, um Druck auf ihn auszuüben, weil er Trumps Forderungen nach deutlich niedrigeren Zinssätzen nicht nachgekommen sei.

Nachfolge-Kandidaten bereits im Gespräch

Trump deutete an, dass er für die Nachfolge Powells zwei Kandidaten favorisiert: den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh und Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council. "Die beiden Kevins sind sehr gut", sagte Trump und kündigte an, in den nächsten Wochen eine Entscheidung bekannt zu geben. Powells Amtszeit als Fed-Chef endet im Mai 2025, als Mitglied des Gouverneursrats könnte er jedoch bis 2028 im Amt bleiben.

Kritik an Unabhängigkeit der Notenbank

Trump wies die weitverbreitete Kritik zurück, dass eine Untergrabung der Fed-Unabhängigkeit den Dollar schwächen und Inflation auslösen könnte. "Das ist mir egal", sagte er und fügte hinzu: "Ein Präsident sollte etwas zur Fed-Politik zu sagen haben." Der Präsident hatte bereits in seiner ersten Amtszeit öffentlich Druck auf Powell ausgeübt, die Leitzinsen schneller und stärker zu senken.

Politische Kontroverse

Die Ermittlungen gegen Powell haben international für Aufsehen gesorgt. Wichtige Senatoren von Trumps eigener Republikanischer Partei, ausländische Wirtschaftsvertreter und ehemalige US-Regierungsbeamte beider Parteien kritisieren den Schritt als Politisierung der Geldpolitik. Die Trump-Administration verteidigt ihr Vorgehen mit der Pflicht, potenzielles Fehlverhalten zu untersuchen.

Weitere Auseinandersetzungen mit der Fed

Parallel zu den Auseinandersetzungen mit Powell hat Trump versucht, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen. Cook hat ihre Kündigung angefochten, der Fall wird nächste Woche vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt. Trump begründet seinen Anspruch auf Mitsprache bei der Fed-Politik mit seiner Geschäftserfahrung: "Ich habe mit Geschäften viel Geld verdient, daher denke ich, ich habe ein besseres Verständnis dafür als der zu späte Jerome Powell."

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