Bank of Korea hält Leitzins bei 2,50% – Immobilienmarkt im Fokus
Die südkoreanische Zentralbank belässt ihren Leitzins unverändert bei 2,50 Prozent. Die Entscheidung entspricht den Markterwartungen und spiegelt Sorgen über steigende Immobilienpreise in Seoul wider.

Die Bank of Korea hat am Donnerstag ihre Geldpolitik unverändert gelassen und den Leitzins bei 2,50 Prozent bestätigt. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen von 34 der 36 von LSEG befragten Analysten. Seit der letzten Zinssenkung im Mai 2023 hält die Zentralbank die Zinsen nun konstant.
Wirtschaftliche Stabilität trifft auf Immobilienbedenken
Die südkoreanische Wirtschaft zeigt sich robust und wuchs im dritten Quartal um 1,3 Prozent im Quartalsvergleich. Nachfolgende Wirtschaftsindikatoren bestätigen diesen positiven Trend. Diese wirtschaftliche Stärke reduziert den unmittelbaren Bedarf für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen.
Dennoch sieht sich die Zentralbank mit Herausforderungen konfrontiert. Der Immobilienmarkt in Seoul bereitet den geldpolitischen Entscheidungsträgern zunehmend Sorgen. Die Immobilienpreise in der Hauptstadt sind im vergangenen Jahr um beachtliche 7,5 Prozent gestiegen. Diese rasante Preisentwicklung veranlasst die Bank of Korea zu einem vorsichtigen Kurs.
Zinspause bis mindestens Mitte 2026 erwartet
Die Bank of Korea verfolgt einen ausgewogenen Ansatz zwischen Wachstumsförderung und Inflationskontrolle. Der vorsichtige geldpolitische Kurs spiegelt die widerstreitenden Wirtschaftsfaktoren wider, mit denen die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens konfrontiert ist.
Laut den in der geldpolitischen Ankündigung zitierten Wirtschaftsprognosen wird erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen mindestens bis Mitte 2026 auf dem aktuellen Niveau belässt. Erst danach könnte ein neuer Lockerungszyklus beginnen. Diese langfristige Perspektive gibt Marktteilnehmern Planungssicherheit und unterstreicht die Entschlossenheit der Bank, die Immobilienpreisentwicklung unter Kontrolle zu halten.
Bedeutung für internationale Anleger
Für internationale Investoren signalisiert die Entscheidung Stabilität in der südkoreanischen Geldpolitik. Die Balance zwischen Wirtschaftswachstum und Vermögenspreiskontrolle bleibt eine zentrale Herausforderung für die asiatischen Zentralbanken. Die Bank of Korea nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und zeigt, wie geldpolitische Stabilität trotz unterschiedlicher wirtschaftlicher Signale aufrechterhalten werden kann.
