Bank of England-Umfrage: Hypothekennachfrage auf dem Rückzug
Britische Banken rechnen mit sinkender Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Die jüngste Umfrage der Bank of England zeigt einen negativen Trend für den Hypothekenmarkt im ersten Quartal 2026.

Die Bank of England hat am Donnerstag die Ergebnisse ihrer vierteljährlichen Kreditbedingungen-Umfrage veröffentlicht. Die Daten zeichnen ein verhaltenes Bild für den britischen Hypothekenmarkt: Kreditgeber erwarten für Anfang 2026 einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten.
Bereits Ende 2025 erste Rückgänge
Die zwischen dem 10. November und 3. Dezember durchgeführte Befragung zeigt, dass die Hypothekennachfrage bereits im vierten Quartal 2025 gesunken war. Dieser Trend dürfte sich nach Einschätzung der befragten Banken in den ersten Monaten des neuen Jahres fortsetzen.
Verbraucherkredite stagnieren
Bei ungesicherten Verbraucherkrediten erwarten die Kreditgeber nach einem Anstieg Ende 2025 eine Stagnation. Die Nachfrage nach dieser Kreditform, die etwa Ratenkredite oder Kreditkarten umfasst, soll nach den Umfrageergebnissen auf dem erreichten Niveau verharren.
Unternehmenskredite bleiben stabil
Auch im Firmenkundengeschäft rechnen britische Banken mit keinen großen Veränderungen. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten dürfte in den drei Monaten bis Ende Februar 2026 unverändert bleiben, so die Einschätzung der befragten Institute.
Bedeutung für deutsche Anleger
Die Entwicklung am britischen Kreditmarkt ist auch für deutsche Investoren relevant, die in britische Bankaktien oder Immobilienwerte investiert sind. Ein schwächerer Hypothekenmarkt könnte die Erträge britischer Finanzinstitute belasten und sich auf die Bewertung entsprechender Aktien auswirken.
