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Trump nennt KI-Bedenken Betrug, Anleiherenditen steigen stark

US-Präsident weist Warnungen zur KI-Entwicklung zurück, während die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen neue Höchststände erreichen.

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Trump nennt KI-Bedenken Betrug, Anleiherenditen steigen stark

Der US-Aktienmarkt hat sich am Montag nur knapp aus den Tagestiefs retten können. Der Nasdaq Composite verlor etwas mehr als einen halben Prozentpunkt, nachdem Technologieaktien ihre frühen Verluste von rund einem Prozent weitgehend wettmachen konnten. Besonders KI-verbundene Werte wie Micron und Nvidia standen unter Druck, während andere Bereiche wie Cybersicherheit den Index stützten.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen setzte ihren Aufschwung über Nacht fort und erreichte das höchste Niveau seit 2007. Zuvor war sie von ihren höchsten Werten seit fast drei Jahren zurückgekommen, was den Aktien zeitweise Auftrieb verliehen hatte.

Trump attackiert KI-Kritiker scharf

Präsident Donald Trump verwies am Montag die wachsenden Forderungen nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung scharf zurück. In einer Serie von Social-Media-Beiträgen bezeichnete er den Widerstand gegen Künstliche Intelligenz und Rechenzentren wiederholt als „Betrug“ und „Scherz“. Dabei sprach Trump sogar direkt Anthropic-CEO Dario Amodei kritisch an.

Der Präsident begründete seine Haltung damit, dass die Vereinigten Staaten jedes andere Land bei der KI-Entwicklung „bei weitem anführten“. Er nannte zudem Nvidia-CEO Jensen Huang, dessen Rede auf einem Gipfeltreffen am Vortag stattfand, und bekräftigte seine Ansicht, dass die Gegenreaktion auf die Technologie und die Rechenzentren ein Schwindel sei.

Parallel dazu veröffentlichte Microsoft einen vorläufigen Verhaltenskodex, der künftige KI-Modelle einschränken würde. Dieser Schritt erfolgt, nachdem führende KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI – deren Modelle beide in Microsofts Copilot-Assistent integriert sind – eine Verlangsamung der KI-Entwicklung gefordert hatten.

Bank of America mit düsterer Prognose

Der CEO der Bank of America, Brian Moynihan, warnte Analysten, dass die Gebühren für das Investment Banking im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um mehr als zehn Prozent sinken würden. Dies wäre ein steiler Rückgang im Vergleich zum Wachstum von 50 Prozent, das die Bank im zweiten Quartal verzeichnet hatte.

Moynihan bezog sich auf Daten von Dealogic, die zeigen, dass der Markt für Investment Banking allgemein um zehn Prozent eingebrochen ist. Da die Bank of America „nicht so gut aufgestellt“ sei wie Wettbewerber mit „mehr Aktivität“, werde die Bank wahrscheinlich noch stärker fallen – „ein bisschen mehr als das“. Die Aktien der Bank of America stürzten daraufhin um etwas mehr als fünf Prozent ab.

Selenskyj signalisiert Verhandlungsbereitschaft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er sei bereit, Angriffe auf russische Energieziele einzustellen, vorausgesetzt Moskau tue dasselbe. Selenskyjs Kommentar fiel etwa eine Stunde, nachdem Trump in sozialen Medien behauptet hatte, die beiden Länder hätten vereinbart, keine Energieziele des jeweils anderen mehr anzugreifen. Trump führte den jüngsten Anstieg der Dieselpreise auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurück. Die Ölpreise stiegen am Montag und notieren auch am Dienstagmorgen höher.

Novo Nordisk mit neuer Strategie

In einem exklusiven Interview mit CNBC diskutierte Novo-CEO Mike Doustdar das kürzlich erfolgte Rebranding des Pharmaunternehmens und dessen Strategie im Markt für Adipositas-Medikamente. Details zu den Plänen des dänischen Konzerns wurden jedoch nicht näher ausgeführt.

Die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve beginnt am heutigen Dienstag. Die Zinsentscheidung wird für Mittwoch erwartet. Die Aktien-Futures lagen am Morgen im roten Bereich, nachdem Wall Street einen Verlusttag verzeichnet hatte.

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