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Trump entlässt Fed-Gouverneurin Lisa Cook

Juristische Schritte, Börsenverunsicherung und Spekulationen um mögliche Nachfolger

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Trump entlässt Fed-Gouverneurin Lisa Cook

Der Machtkampf um die Unabhängigkeit der US-Notenbank spitzt sich zu. Nach der überraschenden Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch Präsident Donald Trump kündigte die Ökonomin juristische Schritte an. Ihr Anwalt Abbe Lowell erklärte, dem Präsidenten fehle die rechtliche Grundlage für eine Abberufung aus dem Gouverneursrat der Federal Reserve. Cook werde daher weiterhin ihr Amt ausüben, bis ein Gericht entschieden habe.

Ein Sprecher der Fed verwies darauf, dass der „Federal Reserve Act“ die langen Amtszeiten der Gouverneure festschreibe und nur eine Entlassung aus wichtigem Grund zulasse. Diese Regelung sei eine zentrale Schutzvorkehrung, damit geldpolitische Entscheidungen unabhängig von politischem Druck getroffen würden. Gleichzeitig betonte die Notenbank, sie werde gerichtliche Beschlüsse respektieren. Beobachter halten es für möglich, dass der Streit bis vor den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten getragen wird.

Trump hatte die Entlassung Cooks mit angeblich falschen Angaben in Hypothekenverträgen begründet. Nach Darstellung des Präsidenten habe die Gouverneurin unzulässigerweise zwei Erstwohnsitze angegeben, in Michigan und in Georgia. Cook, die als erste afroamerikanische Frau im Führungsgremium der Federal Reserve sitzt, wies die Vorwürfe zurück. Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzung erklärte Trump bereits, er habe einen möglichen Nachfolger im Blick. Namen nannte er nicht, doch laut Berichten gelten der Wirtschaftsberater Stephen Miran und der frühere Weltbank-Präsident David Malpass als Kandidaten.

Die Entscheidung des Präsidenten fällt in eine Phase, in der sich Trumps Einfluss auf die Fed ohnehin verstärkt. Vor kurzem hatte ein unerwarteter Rücktritt im Vorstand der Notenbank dazu geführt, dass Trump einen weiteren Posten nach seinen Vorstellungen besetzen konnte. Beobachter sehen in den jüngsten Entwicklungen den Versuch, die Richtung der Geldpolitik stärker unter politische Kontrolle zu bringen.

Auch an den Finanzmärkten bleibt die Situation nicht ohne Folgen. Trumps anhaltende Attacken gegen die Fed sorgen für Nervosität bei Anlegern. Der deutsche Leitindex DAX reagierte zwar zum Handelsstart kaum bewegt, doch eine aktuelle Umfrage des Brokers Tradegate unter mehr als 2.000 privaten Investoren zeigt wachsende Skepsis. Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, ihr Vertrauen in den US-Aktienmarkt sei aufgrund der Regierungspolitik gesunken, fast die Hälfte davon sogar deutlich. Lediglich rund 17 Prozent erklärten, ihr Vertrauen sei unverändert.

Trotz dieser Verunsicherung bleibt die Bedeutung der US-Technologiewerte ungebrochen. Unternehmen wie Apple, Nvidia und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft gelten weiterhin als unverzichtbar, wie Tradegate-Manager Karsten Haesen betonte. Anleger stünden damit vor der Herausforderung, politische Unsicherheiten in den USA zu berücksichtigen, ohne die dominanten Positionen amerikanischer Konzerne am Weltmarkt aus den Augen zu verlieren.

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