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Trump-Abkommen zu Grönland: Blockade gegen Chinas Seltene Erden

US-Präsident Donald Trump hat ein Rahmenabkommen mit Grönland angekündigt, das den Zugang zu wertvollen Mineralrechten regelt. Der Deal könnte Chinas Ambitionen bei Seltenen Erden auf der strategisch wichtigen Insel einen Riegel vorschieben.

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Trump-Abkommen zu Grönland: Blockade gegen Chinas Seltene Erden

Die USA sichern sich exklusiven Zugang zu den Bodenschätzen Grönlands – und blockieren damit möglicherweise chinesische Interessen an den wertvollen Seltenen Erden der Insel. Präsident Donald Trump kündigte nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte ein entsprechendes Rahmenabkommen an.

Das Abkommen soll Mineralrechte für die USA und weitere Partner – vermutlich NATO-Verbündete – umfassen. Konkrete Details bleiben bislang unter Verschluss. "Sobald die Details von allen beteiligten Parteien finalisiert sind, werden sie entsprechend veröffentlicht", erklärte Anna Kelly, Sprecherin des Weißen Hauses.

Strategischer Kampf um Seltene Erden

Seltene Erden sind unverzichtbar für die Produktion von Hochleistungsmagneten, die in Verteidigungssystemen und Robotik zum Einsatz kommen. China dominiert mit über 90 Prozent die globale Lieferkette und nutzt diese Position gezielt als Druckmittel. Peking blockierte im vergangenen Jahr Exporte im Rahmen des Handelsstreits mit Washington.

Grönland verfügt laut U.S. Geological Survey über die achtgrößten Reserven an Seltenen Erden weltweit – rund 1,5 Millionen Tonnen. Besonders interessant: Das Bergbauprojekt Kvanefjeld im Süden der Insel gilt als drittgrößtes bekanntes Landvorkommen weltweit.

Chinesische Investitionen unter Druck

China hat bereits erheblich in Grönland investiert. Der chinesische Konzern Shenghe Resources ist zweitgrößter Investor bei Energy Transition Minerals, dem Eigentümer des Kvanefjeld-Projekts. Das Vorhaben liegt derzeit auf Eis, nachdem Grönland 2021 den Uranabbau verboten hatte.

"Ein Rahmenwerk mit vorrangigem US-Zugang könnte sicherstellen, dass ein chinesischer Partner nicht an den Tisch zurückkehrt", erklärt Ryan Castilloux, Gründer von Adamas Intelligence, einem Marktforschungsunternehmen für Seltene Erden.

US-Finanzierung für grönländische Projekte

Die Export-Import Bank of the United States signalisierte bereits Unterstützung. Anfang Januar erhielt Critical Metals eine Absichtserklärung über ein mögliches Darlehen von 120 Millionen Dollar für das Tanbreez-Projekt im Süden Grönlands. Die Aktie des Unternehmens legte am Donnerstag um 21 Prozent zu und hat ihren Wert in diesem Jahr nahezu verdreifacht.

Bereits die Biden-Administration hatte Druck ausgeübt, um einen Verkauf von Tanbreez Mining an chinesische Investoren zu verhindern. Das Projekt wurde schließlich von Critical Metals übernommen.

Arktis-Strategie gegen Peking und Moskau

Trump betonte in Davos, es gehe nicht primär um die Gewinnung Seltener Erden. Vielmehr wolle man die Ambitionen Chinas und Russlands in der Arktis eindämmen. China hatte sich 2018 selbst zum "nahe-arktischen Staat" erklärt und Ansprüche in der Region angemeldet.

Kurzfristig sei die US-Versorgung mit Seltenen Erden gesichert, so Castilloux. Das Pentagon schloss 2024 eine umfassende Vereinbarung mit MP Materials ab, die eine Kapitalbeteiligung, Preisgarantien und Abnahmevereinbarungen umfasst.

Herausforderungen beim grönländischen Bergbau

Die Wirtschaftlichkeit des Abbaus in Grönland bleibt fraglich. Die abgelegene Lage, fehlende Infrastruktur und höhere Transportkosten treiben die Entwicklungskosten in die Höhe. Die geringe Bevölkerungszahl bedeutet zudem, dass Fachkräfte ein- und ausgeflogen werden müssen. Trump äußerte sich am Mittwoch unverblümt zu den hohen Kosten des Abbaus Seltener Erden auf der Insel.

Langfristig könnte Grönland dennoch eine wichtige Rolle in der westlichen Lieferkette für kritische Rohstoffe spielen – und China von einer strategischen Ressource fernhalten.

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