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Trotz 5,3% Rendite: Drei Dividendenaktien für die nächste Dekade

US-Staatsanleihen locken mit 5,3% Rendite – doch drei Dividendenaktien könnten bis 2036 mehr abwerfen.

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Trotz 5,3% Rendite: Drei Dividendenaktien für die nächste Dekade

Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen haben ein Niveau erreicht, das seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Eine zehnjährige US-Staatsanleihe wirft derzeit 5,3% ab. Für viele Anleger stellt sich damit die Frage, ob sich das Risiko von Aktien überhaupt noch lohnt, wenn eine vermeintlich sichere Anleihe bereits einen festen Kupon zahlt.

Dennoch gibt es Argumente, die für Dividendenaktien sprechen. Eine 10-jährige US-Staatsanleihe mit einer Rendite von 5,3% zahlt über zehn Jahre einen festen Kuponzins. Wachsende Dividendenaktien hingegen könnten bis zum Jahr 2036 deutlich höhere Erträge ausschütten als heute. Der entscheidende Unterschied liegt im Wachstum: Während der Anleihekupon konstant bleibt, steigt die Dividende eines Unternehmens idealerweise Jahr für Jahr.

Drei Titel stehen dabei im Fokus: Church & Dwight, Nike und Hormel. Sie unterscheiden sich jedoch erheblich in ihrem Risikoprofil – ein Punkt, den Anleger vor einer langfristigen Wette sorgfältig abwägen sollten.

Church & Dwight: Stabilität mit dem geringsten Risiko

Unter den drei genannten Titeln bietet Church & Dwight das stabilste Wachstum bei gleichzeitig geringstem Risiko. Der Konsumgüterkonzern steht damit für Anleger, die Verlässlichkeit über spektakuläre Kursgewinne stellen. Diese relative Stabilität macht das Unternehmen zu einem Kandidaten für ein Depot, das über eine ganze Dekade hinweg gehalten werden soll.

Nike und Hormel: Chancen mit kurzfristigen Risiken

Anders sieht es bei Nike und Hormel aus. Beide Titel sind mit echten kurzfristigen Risiken behaftet, die an ihre jeweiligen Turnaround-Strategien gekoppelt sind. Ein Turnaround bedeutet, dass ein Unternehmen seine operative Leistung erst wieder verbessern muss, bevor sich der Erfolg in steigenden Erträgen niederschlägt. Gelingt die Neuausrichtung, winken höhere Ausschüttungen – scheitert sie, drohen Enttäuschungen.

Diese Unsicherheit ist der zentrale Unterschied zur Staatsanleihe. Während der Anleiheinvestor seinen Kupon vertraglich zugesichert bekommt, müssen alle drei Unternehmen sich ihren Weg zu den genannten Erträgen im Jahr 2036 noch erarbeiten. Die Wette basiert auf der operativen Exzellenz des Unternehmens, nicht auf einer Garantie, wie sie eine Staatsanleihe bietet.

Was das für deutsche Anleger bedeutet

Für Privatanleger in Deutschland ist die Abwägung zwischen Anleihen und Dividendenaktien besonders relevant. Die 5,3% der US-Staatsanleihe sind ein attraktiver Referenzwert, an dem sich jede Aktieninvestition messen lassen muss. Wer auf wachsende Dividenden setzt, tauscht Sicherheit gegen die Chance auf höhere Erträge ein.

Die drei genannten Titel zeigen dabei unterschiedliche Wege auf: Church & Dwight als vergleichsweise defensiver Anker, Nike und Hormel als Turnaround-Wetten mit höherem Risiko. Entscheidend ist, dass Anleger sich bewusst machen, dass die erhofften Erträge im Jahr 2036 nicht garantiert sind. Sie hängen vom Erfolg der operativen Strategien ab – ein Faktor, den keine Anleihe kennt.

Wer also trotz der hohen Anleiherenditen auf Dividendenaktien setzt, trifft eine bewusste Entscheidung für unternehmerisches Risiko und die Chance auf wachsende Ausschüttungen über eine ganze Dekade hinweg.

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