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TotalEnergies: Raffinerie-Verluste in Frankreich trotz Milliardengewinn

Französischer Energiekonzern meldet Verluste im heimischen Raffineriegeschäft – CEO wehrt sich gegen Steuerkritik

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TotalEnergies: Raffinerie-Verluste in Frankreich trotz Milliardengewinn

TotalEnergies hat im ersten Halbjahr 2025 mit seinem Raffineriegeschäft in Frankreich erhebliche Verluste erwirtschaftet, obwohl der Konzern weltweit einen bereinigten Nettogewinn von 15,6 Milliarden Dollar auswies. Das steuerliche Defizit im französischen Raffineriebereich belief sich auf 200 bis 300 Millionen Euro, wie CEO Patrick Pouyanne am Mittwoch im französischen Fernsehen mitteilte.

Der Konzernchef äußerte sich zu Vorwürfen, TotalEnergies würde sich der französischen Sondersteuer für Großunternehmen entziehen. Diese ursprünglich befristete Abgabe wurde angesichts der hohen Staatsverschuldung Frankreichs in den Haushalt 2026 übernommen. Pouyanne wies die Kritik zurück und verwies auf die globale Steuerlast des Konzerns.

Steuerlast über französischem Niveau

"Weltweit liegt unser Steuersatz bei 40 Prozent, was über den französischen Sätzen liegt", betonte Pouyanne in der Sendung "Ecorama" des Fernsehsenders TF1. Der Manager stellte klar, dass er sich keine Belehrungen gefallen lassen müsse. Zudem habe TotalEnergies mit rund 180 Millionen Euro den größten Beitrag zur französischen Steuer auf Aktienrückkäufe geleistet.

Die Verluste im französischen Raffineriegeschäft stehen im Kontrast zur starken Performance des Gesamtkonzerns. Die schwierige Lage der Raffinerien in Frankreich spiegelt die herausfordernden Marktbedingungen im europäischen Downstream-Geschäft wider, wo Überkapazitäten und schwache Margen die Profitabilität belasten.

Warnung vor Investitionsrückgang

Pouyanne warnte eindringlich vor den Folgen einer verstärkten Besteuerung von Großunternehmen. Die französische Regierung versucht durch Sondersteuern auf große Konzerne, den klammen Staatshaushalt zu sanieren. Der TotalEnergies-Chef befürchtet jedoch, dass diese Politik zu einem Rückgang der Investitionen führen werde.

Die Debatte um die Besteuerung von Energiekonzernen hat in Frankreich an Schärfe gewonnen. Während die Regierung auf zusätzliche Einnahmen angewiesen ist, argumentieren Unternehmen wie TotalEnergies, dass sie bereits einen erheblichen Beitrag zum Staatshaushalt leisten und weitere Belastungen die Wettbewerbsfähigkeit gefährden könnten.

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