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Tesla gerät in den USA unter Druck

Inzahlungnahmen steigen, Verkaufszahlen brechen ein, Kritik an Musk wächst weiter

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Tesla gerät in den USA unter Druck

Immer mehr US-Bürger geben ihre Tesla-Fahrzeuge in Zahlung. Laut einer Statistik des US-Online-Portals Edmunds machten Modelle ab dem Baujahr 2017 bis zum 15. März 2025 rund 1,4 Prozent aller beim Händler eingetauschten Fahrzeuge aus. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Anteil noch bei 0,4 Prozent. Bereits im Februar 2025, dem ersten vollständigen Monat unter der neuen Regierung von Donald Trump, betrug der Anteil 1,2 Prozent. Sollte sich der Trend fortsetzen, wäre der März der bisher stärkste Monat für Tesla-Inzahlungnahmen bei Neu- und Gebrauchtwagenkäufen.

Beobachter sehen einen möglichen Zusammenhang zwischen diesem Verhalten und der wachsenden öffentlichen Kritik an Elon Musk. In sozialen Medien distanzieren sich Fahrzeughalter durch Aufkleber mit Slogans wie „Ich habe den gekauft, bevor Elon verrückt wurde“ von dem Firmenchef. Hintergrund ist Musks politische Nähe zum US-Präsidenten Trump sowie umstrittene Aussagen und Gesten, darunter ein Auftritt bei Trumps Amtseinführung, der bei manchen Beobachtern Assoziationen zu einem Hitlergruß weckte. Auch Sparmaßnahmen bei US-Bundesbehörden, an denen Musk beteiligt gewesen sein soll, sorgen für Unmut.

Jessica Caldwell, Managerin bei Edmunds, führt die schwindende Markentreue unter anderem auf Musks öffentliches Engagement, Sorgen um den Werterhalt der Fahrzeuge und eine zunehmende Marktsättigung zurück. Auch die Verkaufszahlen spiegeln diese Entwicklung wider: Weltweit ist der Absatz von Tesla-Modellen stark eingebrochen. In der EU gingen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent zurück. In Deutschland wurden im Februar nur noch 1.429 Fahrzeuge neu zugelassen – ein Minus von 76,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Trotz dieser Entwicklungen äußert sich die Werksleitung der Tesla-Fabrik in Grünheide optimistisch. Der Standort liefere mittlerweile an 37 Märkte und wolle sich weiter vergrößern. Im Jahr 2024 wurden jedoch bereits 400 Stellen abgebaut. Zugleich nehmen auch in Deutschland die Proteste gegen Musk zu, nachdem er sich im Bundestagswahlkampf mehrfach für die AfD ausgesprochen und öffentlich mit Parteichefin Alice Weidel gesprochen hatte.

In den USA kommen aktuell zudem Qualitätsprobleme beim Cybertruck hinzu. Wegen sich lösender Metallzierleisten an Frontscheibe und Türen wurde eine Rückrufaktion gestartet. Insgesamt war Tesla 2024 für 21 Prozent aller Rückrufe im Land verantwortlich. Der Börsenwert des Unternehmens ist seit Jahresbeginn um rund 40 Prozent gesunken.

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