Surge Copper schließt Bohrprogramm 2026 am Berg-Projekt ab
Surge Copper meldet 6.334,5 Meter in 31 Bohrlöchern und verbesserte Edelmetalldaten für die Machbarkeitsstudie am Berg Copper Project.

Surge Copper Corp. (TSXV: SURG) (OTCQB: SRGXF) (Frankfurt: G6D2) hat sein Bohrprogramm für 2026 sowie die wichtigsten Feldaktivitäten des Sommers am Berg Copper Project in Zentral-British Columbia abgeschlossen. Wie das Unternehmen am 6. November 2026 mitteilte, wurden dabei insgesamt 6.334,5 Meter Bohrungen in 31 Bohrlöchern niedergebracht. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,41 und gab um 0,02 beziehungsweise 4,65 Prozent nach.
Das Feldprogramm war darauf ausgelegt, den weiteren Fortschritt des Projekts nach Abschluss der Vor-Machbarkeitsstudie (PFS) im Juni 2026 zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen zusätzliche geotechnische, hydrogeologische, geochemische und umweltrelevante Basisdaten. Diese sollen das Engineering auf Machbarkeitsniveau, die Umweltverträglichkeitsprüfung, die Genehmigungsverfahren und die langfristige Projektplanung absichern.
Parallel veröffentlichte Surge die Assay-Ergebnisse aus der Nachprobung historischer Kernbohrungen. Diese Kampagne ist Teil einer laufenden Initiative zur Verbesserung der Vollständigkeit und Qualität der Datenbank für den Mineralressourcenbestand von Berg.
Das Unternehmen verteilt die Bohrungen auf geotechnische, geochemische und Explorationsziele
Die geotechnischen Untersuchungen umfassten Diamantbohrungen zur Charakterisierung der Festgesteinsbedingungen. Diese Daten sollen das Ingenieurdesign für die vorgeschlagenen Bergbauinfrastrukturen informieren. Ergänzt wurden sie durch Nahflächen-Sonic-Bohrungen zur Charakterisierung der Deckgebirgsschichten und der flachen Untergrundbedingungen.
Hinzu kamen hydrogeologische Untersuchungen, darunter Grundwasserprüfungen und Installationen zur Überwachung. Sie dienen der laufenden Charakterisierung des Grundwassers und der Planung des Wassermanagements. Geochemische Bohrungen und Probenahmen konzentrierten sich auf die Verbesserung der Charakterisierung von Gesteinsmaterialien, einschließlich ihres Potenzials zur Säuregenerierung und Metallauslaugung.
Parallel zu den Bohrungen trieb das Unternehmen Umwelt-Basisstudien im gesamten Projektgebiet voran. Erfasst wurden Oberflächenwasser, Grundwasser, aquatische Ökosysteme, Wildtiere, Vegetation und weitere Umweltbedingungen. Diese Programme beinhalten laufende und saisonal geplante Monitoring-Aktivitäten und tragen zu den technischen Informationen bei, die für die Umweltverträglichkeitsprüfung und die künftige Planung des Umweltmanagements erforderlich sind.
Zusätzlich führte Surge zwei Explorationsbohrungen am Sylvia-Zielgebiet durch. Sie sind Teil der laufenden Bewertung des Mineralisierungspotenzials im weiteren Bezirk Berg-Ootsa. Assay-Ergebnisse und technische Interpretationen zu Sylvia will das Unternehmen separat berichten.
Bei der Nachprobung enthalten 87 Prozent der Assay-Intervalle Gold- und Silberanalysen
Im Jahr 2026 schloss Surge die Nachprobierung und Neuanalyse von 23 historischen Bohrlöchern an der Berg-Lagerstätte ab. Damit setzt das Unternehmen eine mehrjährige Initiative fort, die auf die Vollständigkeit und Qualität der geologischen und analytischen Datenbank zielt, die der Schätzung der Mineralressourcen zugrunde liegt.
Ein Großteil der frühesten Bohrungen in Berg erfolgte, bevor Gold und Silber routinemäßig in analytische Programme aufgenommen wurden. Seit 2022 hat das Unternehmen mehrere systematische Kampagnen zur Nachprobierung durchgeführt, um diese historischen Lücken zu schließen. Dabei kamen moderne analytische Methoden und Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (QA/QC) auf verfügbare historische Kerne und gelagerte Proben zur Anwendung.
Nach Abschluss des Programms 2026 enthalten rund 87 Prozent der Assay-Intervalle sowohl Gold- als auch Silberanalysen. Das Programm 2026 umfasste 11 Bohrlöcher, die vollständig nachprobt wurden, 10 Bohrlöcher, die teilweise nachprobt wurden, sowie zwei zusätzliche Bohrlöcher mit unsicheren historischen Bohrloch-Ankerpunkten. Die Eignung dieser Daten für künftige Arbeiten zur Schätzung und Klassifizierung von Mineralressourcen will Surge noch bewerten, wobei Aspekte wie Assay-Qualität, Probenabdeckung und Zuverlässigkeit der Bohrlochstandorte berücksichtigt werden.
Der CEO verweist auf den Übergang von der PFS zur Machbarkeitsvorbereitung
Leif Nilsson, Chief Executive Officer von Surge Copper, kommentierte: „Der Abschluss unseres Feldprogramms für 2026 stellt einen weiteren wichtigen Schritt bei der Vorantreibung von Berg hin zum Engineering auf Machbarkeitsniveau und durch den Prozess der Umweltverträglichkeitsprüfung dar." Nach Abschluss der PFS zu Beginn dieses Jahres habe sich der Fokus auf die systematische Erhebung der technischen Informationen verschoben, die erforderlich seien, um das Projektdesign zu verfeinern, das Verständnis der Umweltbedingungen zu verbessern und Unsicherheiten zu reduzieren.
Zum Programm zur Nachprobung historischer Kernbohrungen sagte Nilsson, es sei ein weiterer Bestandteil dieses Prozesses. Durch den Einsatz moderner analytischer Methoden und die Ergänzung von Edelmetall-Daten für ältere Bohrlöcher verbessere das Unternehmen weiterhin die Qualität und Vollständigkeit der Ressourcendatenbank, die zukünftige technische Studien stützen werde.
Die Bohrkerne werden halbiert und in einem akkreditierten Labor analysiert
Sämtliche Bohrkerne werden protokolliert, fotografiert und mit einer Diamantsäge halbiert. Die eine Hälfte wird verpackt und zur Analyse an Actlabs in Kamloops, British Columbia, gesendet; das Labor ist nach ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die andere Hälfte wird archiviert und vor Ort gelagert, um Verifizierungs- und Referenzzwecke zu erfüllen.
Gold wird mittels einer Feuerassay-Methode mit 30 Gramm Probe bestimmt. 33 zusätzliche Elemente werden durch induktiv gekoppeltes Plasma (ICP) unter Verwendung einer 4-Säure-Digestion analysiert. Duplikatproben, Leerproben und zertifizierte Standards werden jeder Probencharge beigefügt und anschließend überprüft, um eine ordnungsgemäße Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle sicherzustellen.
Dr. Shane Ebert, P. Geo., ist die qualifizierte Person für das Berg Copper Project und das Ootsa Project gemäß National Instrument 43-101 und hat die technischen Offenlegungen in der Pressemitteilung genehmigt. Dr. Ebert ist Geschäftsführer und Direktor von Surge und nicht unabhängig vom Unternehmen.
Frühere Berichte von aktien.news zeigten parallele Bohrprogramme in Kanada
Bereits am 22.09.2026 berichtete aktien.news, dass Surge Battery Metals Inc. den Beginn des Bohrprogramms 2026/27 am Nevada North Lithium Project bekannt gegeben hat — ein Unternehmen mit ähnlichem Namen, aber anderem Fokus und anderer Börsennotierung. Am 16.09.2026 meldete aktien.news, dass Forge Resources nach 2.792 Metern in sechs Bohrungen sein Bohrprogramm 2026 am Alotta-Projekt im Yukon abgeschlossen hat.
Am 11.06.2026 berichtete aktien.news, dass Barksdale Resources auf dem Sunnyside-Grundstück eine kontinuierliche vertikale Kupfermineralisierung über mehr als 1.000 Meter Tiefe nachgewiesen hat. Am 30.09.2026 folgte der Bericht, dass Star Copper im westlichen Erweiterungsgebiet von Star Main vier Bohrungen mit rund 2.200 Metern abgeschlossen hat. Die vier Meldungen zeigen, dass in der kanadischen Kupfer- und Lithiumexploration derzeit mehrere Unternehmen parallel Feldprogramme abschließen und Daten für technische Studien aufbereiten.
Für deutsche Privatanleger bleibt der Bericht ein Zwischenstand ohne neue Ressourcenzahlen
Für Anleger ist der Bericht vor allem ein Zwischenstand: Surge liefert abgeschlossene Bohrmeter und eine verbesserte Datenbasis, aber noch keine neuen Ressourcenzahlen. Die Nachprobung historischer Kerne ist insofern relevant, als Gold- und Silbergehalte in älteren Programmen nicht systematisch erfasst wurden; eine vollständigere Datenbank kann die Grundlage künftiger Ressourcenschätzungen verbessern. Ob und in welchem Umfang die Daten in künftige Schätzungen einfließen, will das Unternehmen jedoch erst prüfen.
Der Kurs reagierte zuletzt mit einem Minus von 4,65 Prozent auf 0,41. Zu beachten ist, dass Surge Copper ein Explorations- und Entwicklungsunternehmen ist und die Pressemitteilung ausdrücklich zukunftsgerichtete Aussagen enthält, die mit Risiken behaftet sind. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens unter anderem abweichende Explorationsergebnisse, Verzögerungen bei behördlichen Genehmigungen, die Fähigkeit, ausreichende Finanzierungen zu erhalten, Probleme bei der Beschaffung von Arbeitskräften, Ausrüstung und Versorgungsgütern, Geräteausfälle und schlechtes Wetter.
Surge will weitere technische Ergebnisse nachreichen
Mit dem Abschluss des Bohrprogramms 2026 und der wichtigsten Feldaktivitäten des Sommers konzentriert sich Surge nun auf die Verarbeitung, Validierung und Interpretation der umfangreichen technischen Datensätze. Die Überwachung der Umweltbasiswerte und andere technische Untersuchungen werden das ganze Jahr über fortgesetzt, um die Umweltverträglichkeitsprüfung und die laufende Entwicklungsplanung zu unterstützen.
Die Assay-Ergebnisse aus den übrigen Bohrprogrammen von 2026 werden zusammengeführt und validiert. Weitere technische Ergebnisse will das Unternehmen in Folgeveröffentlichungen berichten, sobald sie vorliegen. Zusätzliche Ergebnisse aus den geotechnischen, geochemischen und explorativen Bohrprogrammen von 2026 sollen ebenfalls gemeldet werden, sobald die relevanten Datensätze und Interpretationen finalisiert sind. Das Unternehmen beabsichtigt zudem, seine Initiative zur Nachprobung historischer Kerne fortzusetzen.
Drei Fachbegriffe erklären die technische Sprache des Berichts
- Vor-Machbarkeitsstudie (PFS): Eine technische Studie, die vor der endgültigen Machbarkeitsstudie die wirtschaftliche und technische Umsetzbarkeit eines Bergbauprojekts bewertet.
- QA/QC: Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle, mit denen Laborergebnisse durch Kontrollproben und Standards abgesichert werden.
- National Instrument 43-101: Kanadische Vorschrift, die festlegt, wie technische Informationen über Mineralprojekte offengelegt werden müssen.
