StrikePoint Gold beginnt mit Bohrungen am Northumberland-Goldprojekt
Der kanadische Goldexplorer startet ein Phase-1-Programm von rund 15.000 Metern in Nevada.

StrikePoint Gold Inc. (TSXV: SKP) (OTCID: STKXF) hat mit den Bohrungen am Northumberland Gold Project begonnen. Das Unternehmen mit Sitz in Vancouver, British Columbia, teilte am 29. Oktober 2026 mit, dass NISS Global mobilisiert wurde und einen Kernbohrwagen nach Northumberland entsendet, um die erste Bohrphase des Unternehmens einzuleiten.
Im Mittelpunkt der ersten Phase steht ein Bohrprogramm von rund 15.000 Metern. Die Ziele umfassen die Erweiterung der Mineralressourcen sowie Infill-Bohrungen und metallurgische Probenahmen über das ausgedehnte, Carlin-ähnliche Goldsystem bei Northumberland. Damit will das Unternehmen zum einen sein Vertrauen in die bestehende Ressourcenschätzung stärken und zum anderen neues Probenmaterial für die metallurgische Optimierung gewinnen.
Northumberland ist das Flaggschiffprojekt von StrikePoint. Es handelt sich um ein zu 100 Prozent beteiligtes, Carlin-ähnliches Goldprojekt in der Walker Lane in Nevada. StrikePoint beschreibt sich selbst als multianlagiges Goldexplorationsunternehmen, das sich auf die Akquisition, Definition und Entwicklung von Edelmetallprojekten im Westen der Vereinigten Staaten konzentriert.
Die Details
Die Mineralressource von Northumberland umfasst nach Unternehmensangaben 2,86 Millionen Goldäquivalent-Unzen mit einer Gehaltsschneide von 1,33 g/t AuEq in der Kategorie „angedeutet“. Hinzu kommen weitere 1,57 Millionen Goldäquivalent-Unzen mit einem Gehalt von 1,58 g/t AuEq in der Kategorie „abgeleitet“.
Die Mineralressourcenschätzung (MRE) trägt den Stichtag 31. Juli 2026 und wurde von Herrn Hebert Oliveira, B.Sc., P.Geo., Principal Resource Geologist bei SLR, erstellt. Oliveira ist eine unabhängige qualifizierte Person im Sinne der National Instrument 43-101 Standards of Disclosure for Mineral Projects (NI 43-101). Es handelt sich um die initiale MRE für StrikePoint; sie spiegelt überarbeitete Preis-, Kosten- und technische Annahmen gegenüber historischen MREs wider, auf die laut Unternehmen nicht vertraut werden sollte.
Zu den Annahmen der Schätzung zählen langfristige Preise von US$3.500 pro Goldunze und US$55 pro Silberunze. Die Goldäquivalent-Berechnung erfolgt über die Formel AuEq = Au(g/t) + (Ag(g/t) x (Silberpreis x Silberausbeute / Goldpreis x Goldausbeute)). Die Grenzwerte sind variabel und liegen bei 0,16 g/t (Oxid), 0,31 g/t (frisch, niedriges PRV), 0,35 g/t (frisch, mittleres PRV) und 0,47 g/t (frisch, hohes PRV).
Bei den metallurgischen Ausbeuten berücksichtigt die Schätzung den Oxidationszustand, definiert über den Sulfidgehalt: unter 0,5 Prozent gilt als Oxid, ab 0,5 Prozent als frisch. Für Oxidmaterial werden 75 Prozent Ausbeute sowohl für Gold als auch für Silber angenommen. Frisches Material mit niedrigem Preg-Robbing-Wert (PRV) wird mit 90 Prozent Gold- und 70 Prozent Silberausbeute angesetzt, mittleres PRV mit 80 Prozent Gold und 60 Prozent Silber, hohes PRV mit 60 Prozent Gold und 40 Prozent Silber.
Die Ressourcen werden innerhalb einer optimierten Grubenkontur berichtet. Dabei wurden Gesamthangneigungswinkel von 45 Grad, Abbaumkosten von US$2,12 pro Tonne abgebautem Material, G&A-Kosten von US$1,35 pro Tonne vermahlenem Material sowie Aufbereitungskosten von US$12 pro Tonne (Oxid) und US$30 pro Tonne (Sulfid) angenommen. Die In-situ-Bulkdichte beträgt 2,6 t/m³.
Michael G. Allen, Präsident und CEO von StrikePoint, erklärte: „Wir freuen uns, mit den Bohrungen bei Northumberland begonnen zu haben, und sehen in diesem Asset ein großes Potenzial für unsere Aktionäre. Die Infill-Bohrungen sollen dazu dienen, unser Vertrauen in die aktuelle Schätzung der Mineralressourcen zu stärken, die in mehreren Richtungen noch offen für Erweiterungen ist, und neue Proben für die metallurgische Optimierung bereitzustellen. Wenn weitere Bohranlagen eintreffen, werden wir versuchen, die Exploration auf mehrere Prioritätsziele auszuweiten, die jedoch bisher weitgehend ungetestet sind.“
Das Phase-1-Bohrprogramm bei Northumberland befindet sich auf privatem Grundbesitz und ist vollständig genehmigt. Neben Northumberland besitzt StrikePoint ein Portfolio an Explorationsimmobilien in Nevada, darunter die Hercules Gold Projects und die Cuprite Gold Projects. Alle technischen und wissenschaftlichen Daten der Mitteilung wurden von Michael G. Allen, P.Geo., als qualifizierter Person im Sinne von NI 43-101 geprüft und genehmigt.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Fortschrittssignal aus der Explorationsphase. StrikePoint ist ein Junior-Explorer, dessen Wertentwicklung stark von Bohrergebnissen abhängt. Das Unternehmen verfügt über keine Mineralreserven; bei Northumberland liegen keine Reserven vor. Mineralressourcen, die keine Mineralreserven sind, weisen keine nachgewiesene wirtschaftliche Tragfähigkeit auf.
Die aktuelle Ressourcenschätzung umfasst abgeleitete Mineralressourcen, für die nicht genügend Arbeiten durchgeführt wurden, um sie als angedeutete Mineralressourcen zu klassifizieren. Es ist unsicher, aber vernünftigerweise zu erwarten, dass abgeleitete Ressourcen durch fortgesetzte Exploration zu angedeuteten Ressourcen aufgewertet werden könnten. Genau hier setzt das laufende Infill-Programm an.
Anleger sollten beachten, dass die Aktie an der TSX Venture Exchange unter dem Kürzel SKP und im US-Freiverkehr unter STKXF gehandelt wird. Wie bei Explorationswerten üblich, hängen Kursentwicklung und Finanzierungsspielraum maßgeblich vom Kapitalmarktzugang und den Bohrergebnissen ab. Das Unternehmen weist in seiner Mitteilung ausdrücklich auf Risiken wie den Verlust von Schlüsselpersonal, Schwankungen der Gold- und Silberpreise, Marktbedingungen und den Zugang zu Kapital hin.
Ausblick
Die erste Bohrphase ist auf etwa 15.000 Meter angelegt. Anfang des neuen Jahres sollen zusätzliche Bohrgeräte in das Programm aufgenommen werden. Sobald weitere Anlagen eintreffen, will das Unternehmen die Exploration auf mehrere Prioritätsziele ausweiten, die bislang weitgehend ungetestet sind. Ob und wann Genehmigungen für Bohrstandorte außerhalb der derzeit genehmigten Bereiche vorliegen, lässt das Unternehmen offen.
Kurz erklärt
- Infill-Bohrung: Verdichtungsbohrung, die den Abstand zwischen bestehenden Bohrlöchern verringert, um die Aussagekraft einer Ressourcenschätzung zu erhöhen.
- Mineralressource: Konzentration von Mineralien in der Erdkruste, deren wirtschaftliche Gewinnung derzeit nur potenziell möglich ist.
- Goldäquivalent (AuEq): Rechengröße, die Silbergehalte über das Preis- und Ausbeuteverhältnis in eine vergleichbare Goldmenge umrechnet.
- Carlin-ähnliches Goldsystem: Goldlagerstättentyp, bei dem das Edelmetall fein verteilt in Gestein eingebettet ist und nicht in klassischen Gängen vorkommt.
