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Softbank, Nvidia und Berkshire: Märkte starten stark in den Juni

KI-Euphorie trifft auf geopolitische Risiken: Softbank, Nvidia und Berkshire Hathaway dominieren den Marktauftakt im Juni.

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Softbank, Nvidia und Berkshire: Märkte starten stark in den Juni

Die globalen Aktienmärkte sind positiv in den Monat Juni gestartet. Zwei gegensätzliche Kräfte bestimmen derzeit das Geschehen: ein KI-getriebener Bullenmarkt auf der einen Seite und geopolitische Risiken auf der anderen. Anleger weltweit müssen täglich abwägen, welche dieser Kräfte die Oberhand gewinnt.

Softbank hat dabei besonders für Aufsehen gesorgt. Der japanische Investmentriese ist zum wertvollsten Unternehmen Japans aufgestiegen. Die Aktien legten im asiatischen Handel am Montag kräftig zu und trieben den Nikkei 225 erstmals über die Marke von 67.000 Punkten – ein historischer Meilenstein für den japanischen Leitindex.

Softbank setzt auf KI in Europa

CEO Masayoshi Son hält sich derzeit in Paris auf und hat dort eine Investitionszusage über 75 Milliarden Euro für KI-Infrastruktur in Frankreich bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um die größte Investition des Konzerns in Europa. Son bezeichnete Frankreich als „einen führenden Hub für KI-Infrastruktur in Europa". CNBC kündigte an, Son exklusiv aus Paris zu befragen.

Auch Nvidia sorgt für Schlagzeilen. Auf der renommierten Computex-Konferenz in Taiwan stellte CEO Jensen Huang einen neuen ARM-basierten Chip für Laptops vor. Der sogenannte N1X-Prozessor wurde gemeinsam mit Microsoft entwickelt und soll in Geräten von Microsoft, Dell und HP zum Einsatz kommen. Huang formulierte es ambitioniert: „Microsoft und Nvidia werden den PC neu erfinden. Dies ist die erste komplett neu konzipierte und neu erfundene PC-Reihe seit 40 Jahren."

Geopolitik treibt Ölpreise nach oben

Während die Technologiebranche boomt, sorgt die geopolitische Lage für Unsicherheit an den Rohstoffmärkten. Eine Eskalation der Feindseligkeiten im Iran ließ die Ölpreise steigen. Das US-Zentralkommando gab bekannt, am Wochenende „Selbstverteidigungs"-Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt zu haben. Gleichzeitig befahl Israel seinen Truppen, weiter in den Libanon vorzurücken.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe es „nicht eilig", ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, während sich der Konflikt in den vierten Monat zieht. Beim Shangri-La-Dialog in Singapur richtete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zudem eine deutliche Warnung an internationale Verbündete: „Verbündete, die sich weigern, ihren Beitrag zu unserer kollektiven Verteidigung zu leisten, werden eine klare Veränderung in unserer Zusammenarbeit erleben."

Berkshire Hathaway wagt Milliardendeal

Abseits der KI-Welt setzt Berkshire Hathaway ein starkes Signal am US-Wohnungsmarkt. Der Konzern aus Omaha, Nebraska, hat am Sonntag der Übernahme des Hausbauunternehmens Taylor Morrison Home für 6,8 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Berkshire zahlt dabei 72,50 US-Dollar je Aktie in bar – ein Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs vom 29. Mai. Inklusive Schulden bewertet der Deal Taylor Morrison mit rund 8,5 Milliarden US-Dollar.

Die Transaktion ist einer der ersten großen strategischen Deals unter Warren Buffetts Nachfolger Greg Abel, der Anfang 2026 den CEO-Posten übernahm. Für Berkshire-Verhältnisse ist die Übernahme vergleichsweise bescheiden – der Konzern sitzt auf einem Kassenbestand von fast 400 Milliarden US-Dollar. Der Abschluss des Deals wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

An den Aktienmärkten zeigte sich insgesamt ein positives Bild: Der südkoreanische Kospi erreichte im asiatisch-pazifischen Handel ein neues Rekordhoch, europäische Indizes dürften fester eröffnen, und US-Futures deuteten auf einen Handelsbeginn der Wall Street nahe der Rekordmarken hin. Der Juni beginnt damit mit einer klaren Botschaft: Der KI-Optimismus bleibt vorerst die dominierende Kraft an den globalen Märkten.

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