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NVIDIA-Aktie steigt 4,3 Prozent nach produktreicher Huang-Keynote

CEO Jensen Huang enthüllte auf der Computex neue Chips, KI-Plattformen und einen mysteriösen Ausblick auf ein unbekanntes Produkt.

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NVIDIA-Aktie steigt 4,3 Prozent nach produktreicher Huang-Keynote

Die Aktie von NVIDIA legte am Montag im frühen Handel um 4,3 Prozent zu und erreichte 220,21 US-Dollar. Auslöser war eine außergewöhnlich produktreiche Keynote von CEO Jensen Huang auf der Computex und der GTC Taipei 2026. Analysten und Anleger reagierten mit breitem Kaufinteresse auf eine Reihe bedeutender Ankündigungen.

Huang präsentierte gleich mehrere wegweisende Neuheiten: den RTX Spark Superchip als offiziellen Einstieg von NVIDIA in den PC-Markt, die eigenständige Vera-CPU für KI-Workloads in Rechenzentren sowie die Bestätigung, dass die Vera-Rubin-KI-Plattform der nächsten Generation in die volle Produktion gegangen ist. Die Breite der Ankündigungen übertraf die Erwartungen vieler Marktteilnehmer.

RTX Spark: NVIDIAs Einstieg in den PC-Markt

Besonders aufsehenerregend war die Partnerschaft mit Microsoft rund um den RTX Spark. Huang bezeichnete die Zusammenarbeit als die „größte Neuerfindung des PCs seit 40 Jahren". Geräte von namhaften Herstellern wie Dell, HP, Lenovo, Asus, Acer und MSI sollen im Herbst 2026 auf den Markt kommen.

Für die Vera-CPU nannte Huang prominente Erstkunden: OpenAI, Anthropic und SpaceX gehören zu den ersten Abnehmern. Der adressierbare Markt für diesen Chip wird auf 200 Milliarden US-Dollar geschätzt. Große Cloud-Anbieter wie AWS, Google Cloud und Microsoft sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu den Ersten gehören, die Instanzen auf Basis von Vera Rubin bereitstellen.

Für zusätzliche Fantasie sorgte ein bewusst vage gehaltener Ausblick des CEOs: „Die zweite Jahreshälfte wird mit Grace Blackwell und Vera Rubin sehr, sehr arbeitsreich sein, und wir haben ein überraschendes neues Produkt, von dem wir noch niemandem erzählt haben." Diese Andeutung verstärkte zusammen mit der Bestätigung drastisch verkürzter Montagezeiten für Vera-Rubin-Racks das Vertrauen der Anleger in die operative Umsetzungskraft von NVIDIA.

Exportregulierung als leichtes Gegengewicht

Ein gewisses Gegengewicht bildete eine Mitteilung des US-Handelsministeriums vom Vortag. Demnach werden Exportlizenzen für fortschrittliche KI-Chips – darunter Rubin- und Blackwell-Prozessoren von NVIDIA – für Unternehmen mit Hauptsitz in China, die jedoch außerhalb Chinas operieren, vorgeschrieben. Damit wurde ein potenzielles Schlupfloch geschlossen. Der Markt wertete dies jedoch weitgehend als handhabbare regulatorische Klarstellung und nicht als wesentliche Bedrohung für den Umsatz.

Das breite Marktumfeld bot kaum Orientierung: Der S&P 500 notierte nahezu unverändert bei +0,02 Prozent, der Dow Jones gab leicht nach, und der NASDAQ verzeichnete nur ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Die starke Bewegung bei NVIDIA war damit fast ausschließlich unternehmensspezifisch getrieben.

Wettbewerber unter Druck

Bemerkenswert war auch die Reaktion der Konkurrenz: Intel und AMD, die etablierten Marktteilnehmer, die durch NVIDIAs Einstieg in den PC-CPU-Markt am direktesten bedroht sind, verzeichneten im frühen Handel Kursverluste. Die Aktien von Microsoft hingegen legten nach der gemeinsamen Ankündigung des KI-PCs deutlich zu.

Insgesamt trieb die Kombination aus transformativer Produkteinführung im PC-Markt, der Bestätigung des Produktionshochlaufs von Vera Rubin mit namhaften Cloud-Kunden und dem Ausblick auf noch nicht enthüllte Produkte die NVIDIA-Aktie von ihrem Vortagesschlusskurs bei 211,14 US-Dollar in Richtung eines Tageshochs von 220,83 US-Dollar. Das 52-Wochen-Hoch von 236,54 US-Dollar liegt jedoch weiterhin über dem aktuellen Kursniveau.

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