Schwere Stürme legen 500.000 US-Haushalten den Strom lahm
Unwetter treffen den Mittleren Westen und die Mittelatlantikregion – Michigan ist am stärksten betroffen.

Schwere Stürme haben am Freitag, den 16. März, in weiten Teilen der USA für massive Stromausfälle gesorgt. Laut Daten des Portals PowerOutage.us waren mehr als 500.000 Haushalte und Unternehmen zeitweise ohne Strom. Betroffen waren vor allem der Mittlere Westen, die Mittelatlantikregion sowie Teile des Südens der USA.
Michigan verzeichnete dabei die höchsten Ausfallzahlen: Rund 125.000 Kunden waren ohne Stromversorgung, was etwa 2,5 Prozent der insgesamt 5,1 Millionen Kunden des Bundesstaates entspricht. Besonders hart traf es Verbraucher im Versorgungsgebiet des Energieversorgers Consumers Energy – einer Tochtergesellschaft des gleichnamigen Konzerns – mit rund 88.273 betroffenen Haushalten und Unternehmen.
Auf Platz zwei der am stärksten betroffenen Versorger in Michigan folgte die Alpena Power Company mit knapp 11.945 ausgefallenen Anschlüssen. Die Behörden und Energieversorger arbeiteten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters daran, die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Stromausfälle als wirtschaftliches Risiko
Derartige Unwetterereignisse verdeutlichen die Verwundbarkeit der US-amerikanischen Strominfrastruktur gegenüber extremen Wetterereignissen. Für Unternehmen und Privathaushalte bedeuten großflächige Ausfälle nicht nur Komforteinbußen, sondern auch wirtschaftliche Schäden durch Produktionsausfälle, verdorbene Lebensmittel und Betriebsunterbrechungen.
Deutsche Anleger, die in amerikanische Energieversorger wie Consumers Energy investiert sind, sollten solche Ereignisse im Blick behalten. Zwar sind kurzfristige Wetterereignisse in der Regel keine langfristigen Belastungen für die Unternehmensbewertung, doch häufige Infrastrukturausfälle können regulatorischen Druck und Investitionsbedarf erhöhen.
