US-Militär warnt Zivilisten: Iranische Marinehäfen meiden
Das US Central Command fordert iranische Zivilisten auf, Häfen mit Marinepräsenz zu verlassen – die eigene Sicherheit sei nicht garantiert.

Das US-Militär hat am Mittwoch eine direkte Warnung an die iranische Zivilbevölkerung herausgegeben. Hafenarbeiter, Verwaltungspersonal und Besatzungen von Handelsschiffen sollen iranische Marineschiffe sowie militärische Ausrüstung in Hafenanlagen meiden. Das US Central Command betonte ausdrücklich, dass es die Sicherheit dieser Personen nicht gewährleisten könne.
Die Warnung kommt inmitten laufender US-Angriffe auf iranische Seestreitkräfte. Bislang wurden dabei nach US-Angaben 60 iranische Schiffe entweder versenkt oder zerstört. Das Ausmaß der Operationen verdeutlicht die erhebliche Eskalation des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran.
Zivile Bevölkerung im Fokus
Die gezielte Ansprache von Zivilisten durch das US-Militär ist ungewöhnlich und signalisiert eine neue Eskalationsstufe. Hafenarbeiter und Handelsschiffbesatzungen geraten damit direkt ins Fadenkreuz des Konflikts, obwohl sie keine militärischen Akteure sind. Das Central Command grenzt damit offenbar die Verantwortung für zivile Opfer klar ab.
Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Handelsinteressen im Persischen Golf und der Straße von Hormus sind diese Entwicklungen von erheblicher Relevanz. Die Straße von Hormus gilt als einer der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt – täglich passieren dort rund 20 Prozent des globalen Ölhandels. Jede weitere Eskalation könnte Auswirkungen auf Energiepreise und internationale Lieferketten haben.
