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Sanofi setzt auf Zukäufe: Berenberg sieht Milliarden für Geschäftsentwicklung

Berenberg-Analysten sehen Sanofi nach erweiterter Regeneron-Kooperation mit 30 bis 40 Milliarden Euro Bilanzkapazität für Zukäufe gerüstet.

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Sanofi setzt auf Zukäufe: Berenberg sieht Milliarden für Geschäftsentwicklung

Der französische Pharmakonzern Sanofi ist nach Einschätzung der Berenberg-Analysten auf Mergers & Acquisitions angewiesen, um seine Pipeline für Medikamente in der späten Entwicklungsphase wieder aufzufüllen. Die kürzlich erweiterte Zusammenarbeit mit Regeneron Pharmaceuticals ermögliche es dem Unternehmen, seinen Fokus auf Transaktionsabschlüsse zu verlagern, heißt es in einer aktuellen Forschungsnotiz der Analysten. Die Sanofi-Aktie reagierte positiv und stieg um 1 %.

Im Zentrum der Analyse steht die Bilanzkraft des Konzerns. „Sanofi kann nun voranschreiten und seine [30 billion bis 40 billion Euro] an Bilanzkapazität für die Geschäftsentwicklung einsetzen", schreiben die Berenberg-Analysten. Diese Mittel könnten für Zukäufe genutzt werden, mit denen Sanofi seine Medikamentenpipeline stärkt und Lücken in der späten Entwicklungsphase schließt.

Begrenzte eigene Studienergebnisse in Sicht

Einen Grund für die Notwendigkeit externer Zukäufe liefern die Analysten gleich mit: Da die von Sanofi und Regeneron gemeinsam entwickelten Wirkstoffkandidaten noch in einem frühen Stadium sind, habe der französische Pharmakonzern laut Berenberg nur begrenzte Ergebnisse aus pivotalen Studien vor sich. Pivotale Studien sind jene entscheidenden klinischen Prüfungen, die die Zulassungsbehörden als Grundlage für eine mögliche Marktzulassung heranziehen.

Als nächste Meilensteine nennt Berenberg zwei konkrete Projekte. Zum einen Daten aus einer spätphasigen Studie zu Frexalimab bei Multipler Sklerose, zum anderen Ergebnisse aus einer mittelfristigen Studie zu Brivekimig bei der Hauterkrankung Hidradenitis suppurativa. Beide Datensätze werden nach Angaben der Analysten im zweiten Halbjahr 2027 erwartet. Bis dahin dürfte der Blick der Anleger vor allem auf der Frage liegen, wie Sanofi seine Bilanz für Zukäufe einsetzt.

Die Einschätzung von Berenberg reiht sich in eine breitere Diskussion über die Wachstumsstrategie großer Pharmakonzerne ein. Da eigene späte Wirkstoffkandidaten fehlen, rücken Zukäufe und Partnerschaften wie die erweiterte Allianz mit Regeneron in den Fokus. Für Anleger bedeutet das: Die künftige Entwicklung der Sanofi-Pipeline hängt maßgeblich davon ab, ob und wie schnell das Unternehmen geeignete Transaktionen abschließt.

Die Erkenntnisse stammen aus den neuesten Market Talks zum Sektor Gesundheitswesen, die exklusiv auf Dow Jones Newswires veröffentlicht wurden. Der Ausblick der Berenberg-Analysten macht deutlich, dass die kommenden Jahre für Sanofi von der Kombination aus eigener Forschung und externem Wachstum geprägt sein dürften. Ob die verfügbaren Mittel tatsächlich in zündende Zukäufe fließen, bleibt die zentrale offene Frage für Investoren.

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