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Rumäniens Notenbank hält Leitzins bei 6,50% – Erste erwartet erste Senkung erst 2026

NBR belässt Zinsen unverändert, während Inflationsdruck anhält und neue Prognosen erwartet werden.

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Rumäniens Notenbank hält Leitzins bei 6,50% – Erste erwartet erste Senkung erst 2026

Die rumänische Nationalbank (NBR) hat ihren Leitzins bei der Februar-Sitzung unverändert bei 6,50% belassen. Diese Entscheidung entspricht den Erwartungen von Finanzanalysten, die angesichts anhaltender Inflationssorgen mit einer abwartenden Haltung der Zentralbank gerechnet hatten.

Die Erste Group hatte im Vorfeld prognostiziert, dass die NBR den Zinssatz auf dem aktuellen Niveau halten würde – eine Politik, die bereits seit Mitte 2024 verfolgt wird. Die Entscheidung fällt zusammen mit der Veröffentlichung des vierteljährlichen Inflationsberichts, der am Mittwoch präsentiert werden soll.

Im Anschluss an die Veröffentlichung wird NBR-Gouverneur eine Pressekonferenz abhalten, die wichtige Einblicke in die künftige geldpolitische Ausrichtung geben könnte. Marktbeobachter erwarten dabei besonders Hinweise darauf, wie die Zentralbank die jüngsten Inflationsentwicklungen bewertet.

Inflationsprognosen nach oben korrigiert

Die Erste Group rechnet damit, dass die NBR ihre Inflationsprognosen für den kurz- bis mittelfristigen Zeitraum leicht nach oben anpassen wird. Besonders die Kerninflation dürfte stärker revidiert werden, da sie in den vergangenen Monaten konstant über den Erwartungen der Zentralbank lag.

Die jüngsten Preissteigerungen werden von Analysten hauptsächlich als angebotsgetrieben eingeschätzt. Sie stehen in engem Zusammenhang mit den Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen, die die rumänische Regierung kürzlich umgesetzt hat. Diese Faktoren sprechen aus Sicht der Erste Group gegen eine schnelle Zinswende.

Erste Zinssenkung erst im Mai 2026 erwartet

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen prognostiziert die Erste Group die erste Zinssenkung der NBR nicht vor Mai 2026. Diese vorsichtige Einschätzung steht im Kontrast zur eigenen Prognose der Zentralbank, die einen deutlichen Rückgang der Jahresinflation bereits im dritten Quartal 2025 erwartet.

Die NBR führt den erwarteten Inflationsrückgang auf nachlassende Effekte der jüngsten Steuererhöhungen und Anpassungen bei den Strompreisen zurück. Nach Einschätzung der Zentralbank soll die Inflation bis Mitte 2027 wieder in den Zielkorridor zurückkehren.

Die morgige Pressekonferenz des Gouverneurs wird zeigen, ob die anhaltend hohe Kerninflation möglicherweise eine längere Phase stabiler Zinsen erforderlich macht. Investoren und Analysten werden die Äußerungen aufmerksam verfolgen, um Hinweise auf mögliche geldpolitische Anpassungen in den kommenden Sitzungen zu erhalten.

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