Französische Inflation fällt im Januar auf 0,4 Prozent
Verbraucherpreise steigen deutlich schwächer als im Vormonat – EU-harmonisierte Rate bestätigt

Die Inflationsrate in Frankreich hat sich im Januar deutlich abgeschwächt. Wie das französische Statistikamt INSEE am Mittwoch mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um lediglich 0,4 Prozent. Damit bestätigten sich die vorläufigen Daten vom Monatsanfang sowie die Erwartungen von Analysten, die Reuters befragt hatte.
Die EU-harmonisierte Inflationsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Europäischen Union lag damit deutlich unter dem Dezember-Wert von 0,7 Prozent. Der Rückgang signalisiert eine weitere Entspannung bei der Preisentwicklung in der Eurozone.
Bedeutung für die Eurozone
Für die Europäische Zentralbank (EZB) sind die französischen Inflationsdaten von besonderer Bedeutung. Als zweitgrößte Volkswirtschaft nach Deutschland hat Frankreich erheblichen Einfluss auf die gesamte Preisentwicklung im Euroraum. Die niedrige Inflationsrate könnte der EZB zusätzlichen Spielraum für eine lockere Geldpolitik geben.
Die deutliche Abschwächung der Teuerungsrate steht im Einklang mit dem allgemeinen Trend in Europa. Nach den starken Preisanstiegen der vergangenen Jahre normalisiert sich die Inflation zunehmend. Für Verbraucher bedeutet dies eine spürbare Entlastung bei den Lebenshaltungskosten.
Ausblick auf weitere Entwicklung
Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Inflationsrate in Frankreich auch in den kommenden Monaten moderat bleiben wird. Die schwache Konjunktur und der gedämpfte Konsum dürften den Preisdruck weiter begrenzen. Allerdings könnten steigende Energiepreise im weiteren Jahresverlauf für neue Impulse sorgen.
