EZB-Chefin Lagarde deutet Kurswechsel an – Britische Inflation fällt auf 3 Prozent
Europäische Zentralbank signalisiert mögliche geldpolitische Wende, während Bank of England vor Zinsentscheidung steht.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat Signale für eine Änderung der Geldpolitik ausgesendet. Diese Andeutungen fallen in eine Phase, in der die Inflationsentwicklung in Europa unterschiedliche Tendenzen zeigt und die Zentralbanken ihre Strategien neu justieren müssen.
In Großbritannien ist die Inflationsrate erwartungsgemäß auf 3 Prozent gesunken. Diese Entwicklung befeuert die Spekulationen über eine weitere Zinssenkung durch die Bank of England im kommenden Monat. Das britische Pfund Sterling zeigte sich von den Inflationsdaten zunächst unbeeindruckt und notierte weitgehend stabil.
Geopolitische Entwicklungen beeinflussen Ölmarkt
Auf geopolitischer Ebene verkündete der iranische Außenminister Abbas Araqchi am Dienstag einen Durchbruch in den Atomgesprächen mit den USA. Beide Seiten hätten sich auf "Leitprinzipien" geeinigt. Ob es tatsächlich zu einem finalen Abkommen kommt, bleibt jedoch ungewiss.
Die Ölpreise konnten nach dieser Meldung einen Teil ihrer Verluste wieder wettmachen. Am Vortag waren die Notierungen noch um rund 2 Prozent gefallen. Die Märkte reagieren sensibel auf jegliche Entwicklungen im Nahen Osten, da die Region eine zentrale Rolle für die globale Energieversorgung spielt.
Für Anleger bedeuten diese parallel laufenden Entwicklungen erhöhte Aufmerksamkeit. Während die Geldpolitik der Zentralbanken direkten Einfluss auf Anleihen und Aktienmärkte hat, wirken sich geopolitische Spannungen besonders auf Rohstoff- und Energiepreise aus.
