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Rubio: US-Kirchenbeziehungen überstehen Trumps Kritik an Papst Leo

Außenminister Marco Rubio besuchte den Vatikan und betonte die Widerstandsfähigkeit der US-amerikanischen Beziehungen zur katholischen Kirche.

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Rubio: US-Kirchenbeziehungen überstehen Trumps Kritik an Papst Leo

Außenminister Marco Rubio hat am Freitag bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten trotz anhaltender Spannungen eine produktive Beziehung zur katholischen Kirche aufrechterhalten können. Hintergrund sind die wiederholten öffentlichen Angriffe von Präsident Donald Trump auf Papst Leo, der sich unter anderem zu Themen wie dem Iran-Krieg geäußert hatte. Rubio sprach vor Journalisten in Rom, kurz vor seiner Abreise aus der italienischen Hauptstadt.

Der Außenminister hatte am Donnerstag den Vatikan besucht. Das Treffen sei „sehr positiv" verlaufen, erklärte Rubio. Auf die Frage nach Trumps Kritik an Papst Leo antwortete er, der Präsident handele stets im besten Interesse der USA und werde „klar aussprechen, wie er über die USA und die US-Politik denkt".

Rubio betont strategische Bedeutung der Kirche

Trotz der öffentlichen Differenzen zwischen Trump und dem Papst sieht Rubio keinen grundlegenden Widerspruch zur Pflege der bilateralen Beziehungen. „Ich denke, wir können dies tun und gleichzeitig weiterhin eine sehr produktive, fruchtbare und wichtige Beziehung zur Kirche pflegen, da sie auch weltweit eine bedeutende Rolle spielt", sagte Rubio. Die katholische Kirche gilt als einer der einflussreichsten nichtstaatlichen Akteure in der internationalen Diplomatie und unterhält Beziehungen zu Regierungen auf der ganzen Welt.

Die Spannungen zwischen der Trump-Administration und dem Vatikan sind vor diesem Hintergrund diplomatisch brisant. Papst Leo hatte sich zu außenpolitischen Themen geäußert, was Trump zu öffentlicher Kritik veranlasste. Rubio versuchte nun in Rom, die Beziehungen zu stabilisieren und das Treffen als Erfolg darzustellen.

Kuba: Humanitäre Hilfe und neue Sanktionen

Neben dem Vatikan-Besuch äußerte sich Rubio auch zur Lage in Kuba. Die Karibikinsel steht vor einer schweren Energiekrise, nachdem die USA die meisten Öllieferungen durch Sanktionen blockiert haben. Rubio erklärte, Washington sei bereit, weitere humanitäre Hilfe zu leisten.

Die USA haben den Kubanern bereits humanitäre Hilfe im Wert von sechs Millionen US-Dollar über die katholische Kirche zukommen lassen. Darüber hinaus habe Washington der kubanischen Regierung ein Hilfsangebot in Höhe von 100 Millionen US-Dollar unterbreitet – dieses habe die Regierung in Havanna jedoch abgelehnt, so Rubio.

Gleichzeitig verschärfte Washington am Donnerstag den Druck auf die kommunistische Führung Kubas: Die USA verhängten Sanktionen gegen einen vom kubanischen Militär kontrollierten Mischkonzern sowie gegen ein Bergbau-Joint-Venture. Ziel der Maßnahmen ist es, die kubanische Regierung zu politischen Reformen zu bewegen. Die Doppelstrategie aus humanitären Angeboten und wirtschaftlichem Druck spiegelt den bisherigen Kurs der Trump-Administration gegenüber Havanna wider.

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