NJ Transit senkt WM-Ticketpreise nach massiver Kritik auf 105 Dollar
Nach heftiger Kritik am ursprünglichen Preis von 150 Dollar reduziert NJ Transit die Fahrpreise zur Fußball-WM deutlich.

New Jersey Transit (NJ Transit) hat am Donnerstag eine deutliche Preissenkung für Fahrten zu den Spielen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft angekündigt. Der Fahrpreis für Weltmeisterschafts-Tickets wird von ursprünglich 150 Dollar auf 105 Dollar gesenkt. Auslöser war massive öffentliche Kritik an dem als überhöht empfundenen Sonderpreis.
Kris Kolluri, President und Chief Executive Officer von NJ Transit, erklärte, dass Gouverneurin Mikie Sherrill die Behörde angewiesen habe, private Sponsoringverträge und andere Finanzierungsquellen zu sichern, um die Kosten für Fahrgäste zu reduzieren. Die Gouverneurin soll bereits seit Monaten daran arbeiten, die finanzielle Belastung für Pendler in New Jersey zu verringern.
Zum Vergleich: Der reguläre Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt von der New Yorker Penn Station zum MetLife Stadium beträgt normalerweise lediglich rund 13 Dollar. Der drastisch erhöhte WM-Sonderpreis hatte damit für erheblichen Unmut bei Fußballfans und Pendlern gesorgt.
Hintergrund: Hohe Kosten rund um die WM
NJ Transit hatte den Sonderpreis ursprünglich eingeführt, um die zusätzlichen Betriebskosten für den Transport von rund 40.000 Fans zu jedem einzelnen Spiel zu decken. Das MetLife Stadium im Bundesstaat New Jersey ist einer der Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2026, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird.
Fußballfans hatten in den vergangenen Wochen die insgesamt hohen Kosten rund um den WM-Besuch scharf kritisiert. Neben den Fahrpreisen standen dabei auch die Eintrittskarten selbst sowie Parkgebühren im Fokus der Kritik. Die Kombination dieser Kosten machte einen WM-Stadionbesuch für viele Fans zu einem teuren Unterfangen.
Ein Sprecher von Gouverneurin Sherrill machte deutlich, wer aus Sicht der Landesregierung stärker in die Pflicht genommen werden sollte: „Gouverneurin Sherrill hat deutlich gemacht, dass die FIFA einen Beitrag zum Transport ihrer Fans zu den Weltmeisterschaftsspielen leisten sollte." Diese Aussage unterstreicht den politischen Druck, der auf den Veranstaltern und Behörden gleichermaßen lastet.
Politischer Druck zeigt Wirkung
Die Preissenkung von 150 auf 105 Dollar entspricht einem Nachlass von rund 30 Prozent und zeigt, dass öffentlicher Druck und politische Intervention durchaus Wirkung erzielen können. Dennoch bleibt der WM-Sonderpreis mit 105 Dollar noch immer mehr als achtmal so hoch wie der reguläre Fahrpreis auf der gleichen Strecke.
Für deutsche Fußballfans, die zur WM 2026 in die USA reisen möchten, ist die Entwicklung ein wichtiges Signal: Die Gesamtkosten eines WM-Besuchs in Nordamerika können erheblich sein. Neben Flug und Unterkunft sollten auch Transportkosten vor Ort sorgfältig eingeplant werden. Die Diskussion um die NJ-Transit-Preise zeigt, dass auch vermeintlich kleine Posten wie Nahverkehrstickets schnell zu einem politischen Thema werden können.
