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RBNZ hält Leitzins bei 2,25% – Inflation soll 2026 sinken

Neuseelands Notenbank belässt Zinsen stabil und erwartet Rückkehr zur Zielinflation im Jahresverlauf.

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RBNZ hält Leitzins bei 2,25% – Inflation soll 2026 sinken

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat am Mittwoch ihren Leitzins bei 2,25 Prozent belassen und damit eine Pause in ihrem Zinssenkungszyklus eingelegt. Die neuseeländische Notenbank hatte im November 2024 letztmalig um 25 Basispunkte gesenkt. Die Währungshüter signalisierten, dass die Geldpolitik noch für längere Zeit akkommodierend bleiben wird.

Die jährliche Verbraucherpreisinflation lag im Dezember-Quartal 2025 bei 3,1 Prozent und damit leicht über dem Zielkorridor von 1 bis 3 Prozent. Haupttreiber waren gestiegene Preise für Lebensmittel, Strom und kommunale Dienstleistungen. Die RBNZ rechnet jedoch damit, dass die Teuerungsrate bereits im ersten Quartal 2026 wieder in den Zielbereich zurückkehrt und sich im Jahresverlauf dem Mittelwert von 2 Prozent annähert.

Wirtschaftliche Erholung nimmt Fahrt auf

Die neuseeländische Wirtschaft zeigt erste Erholungstendenzen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im September-Quartal um 1,1 Prozent, nachdem es im Vorquartal noch geschrumpft war. Besonders das verarbeitende Gewerbe, der Bausektor und Teile des Einzelhandels profitieren von den seit August 2024 erfolgten Zinssenkungen. Starke Exportpreise stützen zusätzlich die Konjunktur.

Allerdings warnt die Zentralbank vor übermäßigem Optimismus. Die Datenvolatilität könnte die tatsächliche wirtschaftliche Dynamik überzeichnen. Der Immobilienmarkt bleibt schwach, und die privaten Haushalte halten sich bei Konsumausgaben zurück. Positiv entwickeln sich hingegen die Investitionsabsichten der Unternehmen.

Ausgewogene Risiken trotz globaler Unsicherheiten

Der geldpolitische Ausschuss der RBNZ bewertet die Risiken für den Inflationsausblick als ausgewogen. Unsicherheitsfaktoren sieht die Notenbank in der globalen Handelspolitik, Investitionszyklen im Bereich künstliche Intelligenz und geopolitischen Spannungen. Die Währungshüter betonten, dass eine vorzeitige Straffung der Geldpolitik die wirtschaftliche Erholung gefährden könnte.

Freie Kapazitäten, moderates Lohnwachstum und eine begrenzte Kerninflation sprechen nach Einschätzung der RBNZ für ein Abflauen des Preisdrucks. Die Geldpolitik werde sich allmählich normalisieren, sobald die Inflation nachhaltig zum Zielwert von 2 Prozent zurückgekehrt sei. Bis dahin bleiben die Zinsen auf dem aktuellen Niveau, um die konjunkturelle Erholung nicht zu gefährden.

RBNZLeitzinsNeuseelandInflationGeldpolitik

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