Putin erhält Einladung für Trumps Gaza-Friedensrat
Der russische Präsident Wladimir Putin wurde zu Trumps neuem "Board of Peace" für Gaza eingeladen. Der Kreml prüft den Vorschlag, während die Mitgliedschaft eine Milliarde Dollar kosten soll.

Der Kreml hat am Montag bestätigt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine Einladung erhalten hat, dem von US-Präsident Donald Trump initiierten "Board of Peace" für Gaza beizutreten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau werde die Details des Vorschlags eingehend prüfen.
Trumps ambitioniertes Friedensprojekt
Der "Board of Peace" soll als zentrales Instrument zur Aufrechterhaltung des fragilen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas dienen. Gleichzeitig ist der Rat mit der Überwachung des Wiederaufbaus im Gazastreifen nach dem langwierigen Konflikt beauftragt. Trump hat nach Medienberichten eine Reihe internationaler Staats- und Regierungschefs eingeladen, darunter Kanadas Premierminister Mark Carney und Argentiniens Präsident Javier Milei.
Weitere Einladungen gingen an Ungarn, Indien, Jordanien, Griechenland, Zypern und Pakistan, die ihre Teilnahme bereits bestätigten. Allerdings verlangt die Trump-Administration von den Mitgliedsstaaten eine Zahlung von einer Milliarde Dollar für eine dauerhafte Mitgliedschaft im Rat, wie Bloomberg unter Berufung auf einen Satzungsentwurf berichtete.
Kontroverse um Putins Teilnahme
Die mögliche Einladung Putins sorgt für erhebliche Bedenken, da der russische Präsident für den seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine verantwortlich ist. In diesem Konflikt, der sich im Februar 2026 seinem vierjährigen Jahrestag nähert, sind Schätzungen zufolge Hunderttausende Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen. Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu einer offiziellen Bestätigung der Einladung geäußert.
Hochkarätige Besetzung des Exekutivrats
Am Samstag veröffentlichten die USA die Namen der Mitglieder des "Gründungs-Exekutivrats". Dieser umfasst prominente Persönlichkeiten wie den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und US-Außenminister Marco Rubio. Der Gaza-spezifische Rat wird Teil des übergeordneten "Board of Peace" sein.
Israels Kritik an der Initiative
Israel zeigt sich unzufrieden mit der Entwicklung des Friedensrats. Das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu veröffentlichte am Freitag eine kritische Stellungnahme: "Die Ankündigung bezüglich der Zusammensetzung des Gaza-Exekutivrats wurde nicht mit Israel koordiniert und steht im Widerspruch zu seiner Politik." Die fehlende Abstimmung mit dem direkt betroffenen Israel könnte die Effektivität des Friedensrats erheblich beeinträchtigen.
Unklare Zukunft des Projekts
Ob Putins Teilnahme am "Board of Peace" realisiert wird, bleibt abzuwarten. Die Kombination aus hohen finanziellen Anforderungen, fehlender Koordination mit Israel und der umstrittenen Einladung Putins wirft Fragen über die praktische Umsetzbarkeit von Trumps ambitioniertem Friedensprojekt auf.
