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Proteste in New York: Dutzende Festnahmen bei Anti-Waffenlieferungs-Demo

In New York wurden rund 90 Menschen festgenommen, darunter Whistleblowerin Chelsea Manning, bei Protesten gegen US-Waffenverkäufe an Israel.

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Proteste in New York: Dutzende Festnahmen bei Anti-Waffenlieferungs-Demo

In New York City ist es bei Protesten gegen US-Waffenverkäufe an Israel zu zahlreichen Festnahmen gekommen. Die Antikriegsgruppe Jewish Voice for Peace gab an, dass rund 90 Personen von der Polizei festgenommen wurden. Das New York City Police Department bestätigte „mehrere" Festnahmen, nannte jedoch keine genaue Zahl.

Zu den Festgenommenen gehörte auch die bekannte Whistleblowerin Chelsea Manning. Manning, eine ehemalige Soldatin der US-Armee und bekannte WikiLeaks-Quelle, nahm aktiv an den Protesten teil. Ihr Name verleiht der Demonstration zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit.

Proteste nahe Büros prominenter Senatoren

Videoaufnahmen der Proteste zeigten eine Menschenmenge, die sich in der Nähe der Büros des demokratischen Minderheitsführers im US-Senat, Chuck Schumer, versammelt hatte. Auch die Büros seiner demokratischen Kollegin, Senatorin Kirsten Gillibrand, waren Schauplatz der Demonstrationen. Die Wahl der Orte war dabei kein Zufall: Beide Politiker gelten als einflussreiche Stimmen in der US-Außenpolitik.

Die Demonstranten machten ihrem Unmut mit Slogans wie „Stoppt die Bomben" und „Beendet das Töten" lautstark Luft. Jewish Voice for Peace ist eine jüdisch-amerikanische Antikriegsorganisation, die sich seit Langem gegen die US-Militärhilfe an Israel ausspricht. Die Gruppe organisiert regelmäßig Proteste in amerikanischen Großstädten.

Hintergrund: US-Waffenlieferungen an Israel im Fokus

Die Frage der amerikanischen Waffenverkäufe an Israel ist in den USA ein zunehmend kontroverses politisches Thema. Kritiker fordern seit Monaten, dass die US-Regierung ihre Rüstungsexporte an Israel einschränkt oder stoppt. Befürworter hingegen sehen die Waffenlieferungen als Teil der langjährigen strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern.

Für deutsche Leser ist der Kontext bedeutsam: Auch Deutschland steht unter Druck, seine eigene Rüstungsexportpolitik gegenüber Israel zu überdenken. Proteste wie jene in New York spiegeln eine wachsende internationale Bewegung wider, die mehr Verantwortung von westlichen Regierungen bei der Waffenausfuhr einfordert.

Die Festnahmen in New York reihen sich in eine Serie ähnlicher Demonstrationen in amerikanischen Städten ein, bei denen Aktivisten zunehmend bereit sind, zivilen Ungehorsam zu leisten, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Ob die Festgenommenen strafrechtlich verfolgt werden, war zunächst nicht bekannt.

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