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Eric Swalwell pausiert Gouverneurskampagne nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens

Der demokratische US-Abgeordnete Eric Swalwell setzt seinen Wahlkampf ums Gouverneursamt in Kalifornien aus – nach schwerwiegenden Vorwürfen mehrerer Frauen.

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Eric Swalwell pausiert Gouverneurskampagne nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens

Der demokratische US-Abgeordnete Eric Swalwell hat am Sonntagabend angekündigt, seine Kampagne für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien auszusetzen. Auslöser waren Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens, die in den Tagen zuvor öffentlich geworden waren. Swalwell galt bis dahin als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom.

Der Druck auf Swalwell war in kurzer Zeit erheblich gewachsen. Mehr als 50 ehemalige Mitarbeiter forderten in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntag nicht nur seinen Rückzug aus dem Gouverneurswahlkampf, sondern auch seinen Rücktritt aus dem US-Kongress. Damit wandten sich frühere Verbündete öffentlich gegen den Politiker.

Die Vorwürfe im Überblick

Den Ausgangspunkt der Affäre bildete ein Bericht des San Francisco Chronicle vom Freitag. Darin erhob eine ehemalige Mitarbeiterin aus Swalwells Kongressstab schwere Anschuldigungen gegen ihn. Die Frau, die fast zwei Jahre für ihn tätig gewesen war, gab an, dass es während des Beschäftigungsverhältnisses zu sexuellen Kontakten gekommen sei. Zudem beschuldigte sie ihn, sie in zwei Fällen sexuell genötigt zu haben, als sie aufgrund von Alkoholisierung nicht in der Lage gewesen sei, ihre Zustimmung zu geben.

Kurz nach der Veröffentlichung des Chronicle-Berichts berichtete CNN, dass drei weitere Frauen ebenfalls verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten durch den Abgeordneten vorwürfen. Dazu zähle laut CNN auch das unaufgeforderte Versenden expliziter Nachrichten oder Nacktfotos durch Swalwell. Swalwell selbst wies die Anschuldigungen in einer Erklärung am Freitag zurück.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Manhattan

Einen Tag vor Swalwells Ankündigung, seinen Wahlkampf auszusetzen, meldete sich auch die Staatsanwaltschaft von Manhattan zu Wort. Die Behörde erklärte, dass sie Ermittlungen zu dem Vorwurf aufgenommen habe, Swalwell habe eine seiner Anklägerinnen im April 2024 in New York City sexuell genötigt. Damit erhält der Fall eine strafrechtliche Dimension, die über den politischen Druck hinausgeht.

Für deutsche Leser ist der Kontext relevant: Eric Swalwell ist Mitglied des US-Repräsentantenhauses und vertritt einen Wahlkreis im Großraum San Francisco. Er war in der Vergangenheit auch als möglicher Präsidentschaftskandidat im Gespräch und gilt als prominente Stimme der Demokratischen Partei. Das Gouverneursamt in Kalifornien – dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat – ist eines der einflussreichsten politischen Ämter der Vereinigten Staaten.

Der Fall reiht sich in eine Reihe politischer Skandale ein, die in den USA unter dem Schlagwort der #MeToo-Bewegung seit Jahren für Aufmerksamkeit sorgen. Ob Swalwell seinen Wahlkampf dauerhaft beendet oder lediglich pausiert, blieb nach seiner Ankündigung zunächst offen. Ebenso unklar ist, ob er sein Mandat im Kongress behalten wird – trotz der Rücktrittsfordering seiner ehemaligen Mitarbeiter.

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