Private-Credit-Fonds mit Bathla-Exposure unter verschärfter Plattform-Prüfung
Australische Plattformen sperren Zugang zu Fonds mit Bathla-Exposure – Aufsicht verschärft Kontrolle.

Investitionsportale in Australien schränken den Zugang zu Private-Credit-Fonds ein, die Anteile am gescheiterten Immobilienentwickler Bathla Group halten. Hintergrund ist eine verschärfte aufsichtliche Kontrolle der nicht börsennotierten Märkte. Betroffen sind unter anderem Kunden der Vermögensverwaltungsplattform der Macquarie Group Ltd.
Die Macquarie-Plattform hat für zwei Private-Credit-Fonds mit Bathla-Exposure die Annahme neuer Geldmittel gestoppt. Diese Fonds hatten zuvor bereits Einlösungen gesperrt und die Annahme neuer Anträge eingestellt. Anleger können dort keine weiteren Investments mehr tätigen.
Auch auf der Plattform der Netwealth Group Ltd. sind betroffene Fonds für Neukunden geschlossen. Konkret handelt es sich um den CVS Lane First Mortgage Fund und den CVS Lane Property Finance Fund, die beide ein gewisses Bathla-Exposure aufweisen. Bestehende Kunden können diese Fonds bei Netwealth jedoch weiterhin nutzen.
Hintergrund: Bathla-Pleite und ihre Folgen
Die Bathla Group war ein Sydneyer Immobilienentwickler, der mehrere Wohnbauprojekte in der Region realisieren wollte. Ein unvollendetes Projekt im Vorort Marsden Park steht sinnbildlich für das Scheitern des Unternehmens. Die genauen Ursachen für die Insolvenz sind nicht Teil der vorliegenden Informationen.
Private-Credit-Fonds investieren typischerweise in nicht börsennotierte Kredite und Anleihen. Sie gelten als weniger liquide als traditionelle Investmentfonds, bieten aber oft höhere Renditen. Die aktuellen Sperren zeigen, wie schnell Liquiditätsprobleme in diesem Segment auftreten können, wenn zugrunde liegende Investments ausfallen.
Aufsichtliche Kontrolle verschärft sich
Die australischen Finanzaufsichtsbehörden beobachten die nicht börsennotierten Märkte zunehmend genauer. Der Fall Bathla könnte als Präzedenzfall dienen, wie mit illiquiden Anlagen in Private-Credit-Fonds umzugehen ist. Plattformen wie Macquarie und Netwealth reagieren mit verschärften Zugangsbeschränkungen, um Anleger zu schützen.
Für deutsche Anleger ist der Fall aus mehreren Gründen relevant. Private-Credit-Fonds erfreuen sich auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Die australischen Vorgänge zeigen, dass Anleger bei solchen Produkten das Risiko von Liquiditätssperren und eingeschränkter Handelbarkeit nicht unterschätzen sollten.
Ausblick
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für die betroffenen Fonds weiterentwickelt. Die Plattformen haben bislang keine vollständigen Informationen über das genaue Ausmaß des Bathla-Exposures veröffentlicht. Anleger sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und bei Private-Credit-Investments stets die Liquiditätsrisiken im Blick behalten.
