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JPMorgan erwartet Gewinne im Investmentbanking und Handel im dritten Quartal

JPMorgan rechnet mit starkem drittem Quartal – Kontrast zur Bank of America

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JPMorgan erwartet Gewinne im Investmentbanking und Handel im dritten Quartal

Die JPMorgan Chase & Co. rechnet für das dritte Quartal mit deutlichen Zuwächsen sowohl im Handelsgeschäft als auch im Investmentbanking. Die optimistische Prognose der größten US-Bank steht damit im klaren Gegensatz zur Warnung der Bank of America Corp., die erst in dieser Woche eine verhaltenere Erwartungshaltung signalisiert hatte.

Co-Präsident Doug Petno gab die Einschätzung am Dienstag auf einer Konferenz der Barclays Plc bekannt. Demnach sollen die Handelserlöse (Trading Revenues) für den Zeitraum bis zum 30. September um einen Prozentsatz im mittleren bis hohen Teenagerbereich steigen. Auch die Investmentbanking-Gebühren der JPMorgan könnten um einen ähnlichen Betrag zulegen, so Petno weiter.

Wachstumstreiber im Investmentbanking

Die Prognose von JPMorgan fällt zu einem Zeitpunkt positiv aus, an dem viele Marktteilnehmer mit einer Abschwächung der Kapitalmarktaktivitäten gerechnet hatten. Die Aussicht auf steigende Investmentbanking-Gebühren deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Unternehmensfinanzierungen, Fusionen und Übernahmen sowie Beratungsdienstleistungen weiterhin robust ist. JPMorgan gilt als einer der weltweit führenden Player im Investmentbanking und profitiert von seiner breiten Aufstellung.

Der Ausblick von Petno unterstreicht die unterschiedliche Performance der großen US-Banken im laufenden Jahr. Während die Bank of America zuletzt vorsichtigere Töne angeschlagen hatte, zeigt sich JPMorgan zuversichtlich, was die weitere Entwicklung der Erträge in den kapitalmarktnahen Geschäftsfeldern angeht.

Handelsgeschäft als zweite Säule

Neben dem Investmentbanking sieht JPMorgan auch im Handelsgeschäft deutliches Wachstum. Die prognostizierten Zuwächse im mittleren bis hohen Teenagerbereich würden bedeuten, dass die Handelsrevenues im dritten Quartal um etwa 15 bis 19 Prozent zulegen könnten. Dies wäre ein starkes Signal, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Marktvolatilität und der unsicheren Zinsentwicklung.

Die Bank profitiert dabei von ihrer führenden Position im Anleihen-, Devisen- und Rohstoffhandel sowie im Aktienhandel. Die Kombination aus starken Handelsaktivitäten und einem florierenden Investmentbanking verschafft JPMorgan einen Wettbewerbsvorteil gegenüber vielen Konkurrenten.

Branchenausblick bleibt gespalten

Die unterschiedlichen Prognosen von JPMorgan und der Bank of America zeigen, dass die Erholung der Kapitalmärkte nicht bei allen Instituten gleich stark ankommt. Während JPMorgan als Marktführer überdurchschnittlich von der aktuellen Marktdynamik profitiert, könnten kleinere oder anders positionierte Banken schwächere Ergebnisse verzeichnen.

Für Anleger bleibt die Entwicklung der Investmentbanking-Erlöse ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Finanzsektors. Sollte sich die optimistische Prognose von JPMorgan bestätigen, wäre dies ein positives Signal für die gesamte Branche. Die endgültigen Quartalszahlen werden in den kommenden Wochen erwartet und dürften dann Aufschluss darüber geben, ob sich der positive Trend tatsächlich materialisiert hat.

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