Powell spricht: Wichtige Fed-Signale und Wirtschaftsdaten am Montag
Fed-Chef Jerome Powell tritt am Montag vor die Öffentlichkeit – Märkte warten auf geldpolitische Hinweise.

Am Montag, den 30. März 2026, richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf eine dicht gepackte Agenda wirtschaftlicher Ereignisse. Im Mittelpunkt steht Federal-Reserve-Chef Jerome Powell, dessen Rede um 9:30 Uhr ET (15:30 Uhr MEZ) mit Spannung erwartet wird. Als Vorsitzender der US-Notenbank gilt Powell als einflussreichste Person für den Kurs des US-Dollars.
Händler weltweit werden Powells Worte auf Hinweise zur künftigen Zinspolitik analysieren. Die Fed kontrolliert die kurzfristigen Zinssätze in den USA und beeinflusst damit direkt Kapitalmärkte, Währungen und Kreditkosten rund um den Globus. Jede Andeutung einer Zinsänderung kann unmittelbare Marktbewegungen auslösen.
Weitere wichtige Ereignisse des Tages
Ebenfalls um 8:00 Uhr ET werden die Einzelhandelsbestände exklusive Automobile sowie die Großhandelsbestände veröffentlicht. Der Vormonatswert der Einzelhandelsbestände lag bei 0,4 Prozent, jener der Großhandelsbestände bei 0,2 Prozent. Höhere Lagerbestände im Großhandel gelten dabei als negatives Signal für den US-Dollar.
Gleichzeitig veröffentlicht die Dallas Fed um 9:30 Uhr ET ihren Manufacturing Business Index. Der Vorwert lag bei 0,2 – ein Wert über null signalisiert Expansion in der texanischen Industrie, ein Wert darunter Kontraktion. Der Index gilt als früher Indikator für die Industrieaktivität in einer der größten US-Wirtschaftsregionen.
Um 10:30 Uhr ET versteigert das US-Finanzministerium sowohl drei- als auch sechsmonatige Schatzwechsel. Die Vorrenditen lagen bei 3,635 Prozent beziehungsweise 3,630 Prozent. Schwankungen bei diesen Auktionen liefern Signale über den staatlichen Finanzierungsbedarf und die Risikobereitschaft der Investoren.
John Williams rundet den Tag ab
Den Abschluss des ereignisreichen Tages bildet um 15:00 Uhr ET eine Rede von John Williams, Präsident der New Yorker Fed und FOMC-Mitglied. Williams gilt als einer der einflussreichsten Stimmen im Offenmarktausschuss, der über die US-Leitzinsen entscheidet. Seine Aussagen könnten Powells frühere Botschaften ergänzen oder präzisieren.
Für deutsche Anleger ist der Tag besonders relevant, da Fed-Signale regelmäßig auch den Euro-Dollar-Kurs und die Rentenmärkte in Europa bewegen. Eine restriktivere Haltung der US-Notenbank stärkt typischerweise den Dollar gegenüber dem Euro und erhöht den Druck auf europäische Anleiherenditen.
