IWF und Pakistan einigen sich auf Milliardenauszahlung von 1,2 Milliarden Dollar
Der Internationale Währungsfonds und Pakistan haben eine Arbeitsvereinbarung über frische Finanzmittel erzielt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und Pakistan haben sich auf Arbeitsebene auf eine Auszahlung von insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar geeinigt. Die Vereinbarung bedarf noch der formellen Zustimmung des IWF-Exekutivrats, bevor die Mittel fließen können.
Die Finanzspritze setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einer Milliarde Dollar im Rahmen der Erweiterten Fondsfazilität (EFF) sowie 210 Millionen Dollar aus der Resilienz- und Nachhaltigkeitsfazilität (RSF). Damit steigen die Gesamtauszahlungen im Rahmen des laufenden Programms auf 4,5 Milliarden Dollar.
Bedingungen des 7-Milliarden-Dollar-Programms
Das Gesamtprogramm des IWF für Pakistan hat ein Volumen von 7 Milliarden Dollar. Der in Washington ansässige Kreditgeber verlangt von den politischen Entscheidungsträgern in Islamabad eine restriktive und datenabhängige Geldpolitik. Ziel ist es, die Inflationserwartungen zu verankern und die externen Währungsreserven des Landes zu stärken.
Pakistans Zentralbank hat ihren Leitzins in diesem Monat unverändert bei 10,5 Prozent belassen und damit eine Pause im bisherigen Zinssenkungszyklus eingelegt. Steigende globale Energiepreise und zunehmende regionale Spannungen erhöhen den Inflationsdruck auf die stark importabhängige Volkswirtschaft.
Für deutsche Investoren ist die Entwicklung ein Signal, dass Pakistan unter IWF-Aufsicht weiter an wirtschaftlicher Stabilisierung arbeitet. Die Einhaltung der Programmbedingungen gilt als entscheidend für die mittelfristige Schuldentragfähigkeit des Landes.
