Nahost-Krise belastet Weltwirtschaft: Indien und Italien unter Druck
Der Konflikt nach US-israelischen Angriffen auf den Iran trifft die globale Wirtschaft mit steigenden Energie- und Frachtkosten.

Seit einem Monat erschüttert der Nahost-Konflikt die Weltwirtschaft. Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben Schifffahrtsrouten destabilisiert, über die rund 20 Prozent des globalen Ölhandels abgewickelt werden. Steigende Energiepreise, höhere Frachtkosten und gestörte Lieferketten sorgen für wachsende wirtschaftliche Unsicherheit weltweit.
Besonders hart trifft es Indien. Ein aktueller Regierungsbericht warnt vor erheblichen Risiken für Wachstum und Inflation. Chefökonom V. Anantha Nageswaran erklärte, die kommenden Monate würden entscheidend für die Wachstumsaussichten im neuen Geschäftsjahr sein.
Das indische Leistungsbilanzdefizit war bereits im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 1,3 Prozent des BIP gestiegen – eine Verschlechterung, die sich im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen dürfte. Die indische Rupie leidet unter Kapitalabflüssen und dem Energieschock: Im März fiel der Wechselkurs auf rund 95 Rupien pro US-Dollar. Trotz stabiler Binnennachfrage plant die Regierung nun gezielte Hilfsmaßnahmen für betroffene Haushalte und Unternehmen.
Italiens Finanzminister gibt sich zuversichtlich
Anders klingt es aus Rom. Finanzminister Giancarlo Giorgetti erklärte auf einer Konferenz in Cernobbio, die Staatsfinanzen könnten den Schock des Iran-Konflikts absorbieren. Italien befinde sich in einer „Position relativer Stärke
