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Postbank erweitert Bargeldservice im Einzelhandel

Kunden können bis zu 999,99 Euro abheben und einzahlen

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Postbank erweitert Bargeldservice im Einzelhandel

Die Postbank führt ab November einen neuen Bargeldservice ein, der es Kundinnen und Kunden ermöglicht, in Einzelhandelsgeschäften bis zu 999,99 Euro täglich abzuheben oder einzuzahlen. Dieser Service ist Teil einer Reaktion auf die Schließung vieler Filialen und soll den Nutzern mehr Flexibilität bieten. Über die Postbank-App können die Kunden einen Barcode erstellen, der innerhalb von zwei Stunden bei einem teilnehmenden Einzelhändler gescannt wird. Dies geschieht ohne die Notwendigkeit, etwas einzukaufen oder eine Girocard vorzuzeigen.

Mit diesem neuen Verfahren wird die bisherige Obergrenze für Bargeldabhebungen, die bei etwa 200 Euro pro Einkauf lag, erheblich angehoben. Zudem können Kunden erstmals auch höhere Beträge einzahlen, was insbesondere für Geschäftskunden von Bedeutung ist. Der Service ist für das Abheben von Geld kostenfrei, während für Einzahlungen eine Gebühr von 1,5 Prozent des Betrags anfällt.

Die Einführung des neuen Bargeldservices erfolgt vor dem Hintergrund einer geplanten Reduzierung des Filialnetzes der Postbank. Bis Ende 2026 sollen rund 230 der ursprünglich 550 Zweigstellen geschlossen werden, was vor allem in ländlichen Regionen zu längeren Anfahrtswegen zu Filialen führen kann. Die Deutsche Bank, zu der die Postbank gehört, hebt hervor, dass der neue Service das kostenlose Bargeldnetz auch in weniger dicht besiedelten Gebieten erweitern soll.

Eine Vielzahl von Einzelhändlern wird an dem neuen Service teilnehmen, darunter bekannte Namen wie Rewe, Penny, dm und Rossmann. Kunden können über die Bank-App herausfinden, welche Geschäfte in ihrer Nähe teilnehmen. Für die Einzelhändler bringt der Service den Vorteil, dass keine Gebühren anfallen, im Gegensatz zum klassischen Cashback-Verfahren. Stattdessen erhalten die Händler eine Vergütung für die Transaktionen.

Der neue Bargeldservice wird nicht sofort für alle Postbank-Kunden verfügbar sein, sondern schrittweise eingeführt. Zunächst wird er einem Großteil der Kunden angeboten, während Nutzer mit Gemeinschaftskonten ebenfalls bald Zugang erhalten sollen. Die Deutsche Bank plant, ihren Kunden im kommenden Jahr ähnliche Möglichkeiten zu bieten, auch im Zuge ihrer eigenen Filialschließungen.

Die Beliebtheit des Bargeldabhebens an der Ladenkasse, bekannt als Cashback-Verfahren, wächst. Aktuellen Umfragen zufolge nutzen 41 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher dieses Angebot, während Geldautomaten nach wie vor die häufigste Möglichkeit zum Abheben von Bargeld sind.

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