OpenAI startet Frontier-Plattform für KI-Agenten im Unternehmensbereich
Neue Enterprise-Lösung soll Verwaltung und Entwicklung von KI-Agenten vereinfachen und verschiedene Unternehmenssysteme verknüpfen.

OpenAI hat am Donnerstag seine neue Unternehmensplattform Frontier vorgestellt. Die Plattform fungiert als intelligente Schnittstelle, die unterschiedliche Systeme und Datenquellen innerhalb einer Organisation miteinander verbindet. Ziel ist es, Unternehmen die Verwaltung, Bereitstellung und Entwicklung von KI-Agenten zu erleichtern – autonome Werkzeuge, die Aufgaben selbstständig im Auftrag von Nutzern erledigen können.
Die Einführung markiert einen weiteren Schritt in OpenAIs aggressiver Expansion im B2B-Geschäft. Bereits im November hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass weltweit mehr als eine Million Geschäftskunden seine Technologie nutzen. Sarah Friar, CFO von OpenAI, teilte im vergangenen Monat mit, dass Unternehmenskunden derzeit etwa 40 Prozent des Geschäfts ausmachen. Bis Jahresende erwartet sie einen Anstieg auf nahezu 50 Prozent.
Offene Plattform für verschiedene Anbieter
Frontier positioniert sich als komplementäre Lösung zu bestehenden Angeboten wie ChatGPT Enterprise. Die Plattform ist bewusst offen gestaltet und unterstützt nicht nur von OpenAI entwickelte Agenten, sondern auch selbst entwickelte Unternehmens-Agenten sowie Lösungen von Drittanbietern wie Google, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Anthropic. Preisdetails gab das Unternehmen nicht bekannt.
Die Plattform ermöglicht KI-Agenten den Zugriff auf einen gemeinsamen Geschäftskontext, indem sie isolierte interne Anwendungen, Ticketing-Tools und Data Warehouses miteinander verbindet. Dadurch können die Agenten komplexe Aufgaben bewältigen und Daten in einer offenen Ausführungsumgebung interpretieren. Mitarbeiter können die Agenten beispielsweise anweisen, Tools auf einem Computer zu nutzen, Code auszuführen oder mit Dateien zu arbeiten.
Erste Kunden bereits an Bord
Zu den ersten Nutzern der Plattform gehören namhafte Unternehmen wie Uber, State Farm, Intuit und Thermo Fisher. OpenAI plant, Frontier zunächst bei einer kleinen Kundengruppe einzuführen, bevor in den kommenden Monaten eine breitere Verfügbarkeit folgt. Die Plattform verfügt über integrierte Tools zur Evaluierung und Optimierung der Agentenleistung, um deren kontinuierliche Verbesserung zu unterstützen.
Die Entwicklung von Frontier wird von Barret Zoph geleitet, der im Januar zu OpenAI zurückkehrte. Zoph hatte zuvor das KI-Startup Thinking Machines Lab mitbegründet, das er gemeinsam mit der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati ins Leben gerufen hatte.
