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Alphabet-Aktie fällt trotz Rekordquartal – KI-Investitionen schrecken Anleger ab

Google-Mutter will Investitionen auf bis zu 185 Milliarden Dollar verdoppeln. Auch Qualcomm und Peloton enttäuschen.

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Alphabet-Aktie fällt trotz Rekordquartal – KI-Investitionen schrecken Anleger ab

Die US-Technologiebörse erlebte am Donnerstag einen turbulenten vorbörslichen Handel. Während die Futures nahe der Nulllinie notierten, sorgte die laufende Berichtssaison für erhebliche Kursbewegungen – insbesondere bei Tech-Giganten mit großen KI-Ambitionen.

<a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, musste trotz starker Quartalszahlen einen Kursverlust von 4,6 Prozent hinnehmen. Das Unternehmen hatte im vierten Quartal einen Umsatz von 113,83 Milliarden Dollar erzielt und damit die Analystenschätzungen von 111,43 Milliarden Dollar übertroffen. Auch beim Gewinn übertraf der Konzern die Erwartungen der Wall Street.

Der Kursrückgang kam für viele Beobachter überraschend, erklärt sich aber durch die angekündigte Investitionsoffensive. Alphabet plant, seine Investitionsausgaben für 2026 auf 175 bis 185 Milliarden Dollar nahezu zu verdoppeln. Das Geld soll in Hochleistungsrechenzentren und Chips für KI-Modelle fließen, insbesondere für die Entwicklung von Google DeepMind.

Analysten warnen vor Kostenbelastung

Experten von Barclays äußerten Bedenken, dass die massiven Ausgaben für Infrastruktur, DeepMind und die autonome Fahrzeugsparte Waymo die Gesamtrentabilität belasten werden. Analysten der Deutschen Bank bezeichneten den CapEx-Plan als Entscheidung, die "die Welt verblüfft" habe. Sie zeigten sich unsicher über die langfristige Bedeutung dieser enormen Ausgaben in der aktuellen Phase des technologischen Wandels.

Bei den einzelnen Geschäftsbereichen zeigte sich ein gemischtes Bild. Google Cloud übertraf mit 17,66 Milliarden Dollar die Erwartungen von 16,18 Milliarden Dollar deutlich. YouTube Advertising enttäuschte hingegen mit 11,38 Milliarden Dollar und blieb damit hinter den Schätzungen von 11,84 Milliarden Dollar zurück.

Qualcomm warnt vor Lieferengpässen

Einen noch härteren Schlag musste Qualcomm einstecken. Die Aktie des Chipkonzerns brach um 11 Prozent ein, obwohl das Unternehmen Rekordumsätze für den Beginn des Geschäftsjahres 2026 meldete. Der Grund: Qualcomm warnte vor Engpässen bei Speicherlieferungen und damit verbundenen Preisproblemen für Mobiltelefonkunden im zweiten Quartal.

Peloton Interactive verlor 10 Prozent, nachdem der Fitnessgerätehersteller schwächer als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegte. Zusätzlich belastete die Ankündigung, dass CFO Liz Coddington das Unternehmen verlassen wird.

Amazon und Estee Lauder unter Druck

Amazon gab im Vorfeld der Quartalszahlen 1,3 Prozent ab. Investoren richten ihren Fokus auf die KI-Ambitionen des Konzerns und die Performance von Amazon Web Services, der weiterhin profitablen Cloud-Sparte.

Estee Lauder stürzte um 12 Prozent ab, obwohl das Kosmetikunternehmen seine Jahresumsatzprognose angehoben hatte. Der Konzern warnte jedoch, dass zollbedingte Belastungen die Rentabilität im Geschäftsjahr 2026 um rund 100 Millionen Dollar schmälern würden, hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte.

Positive Überraschungen bei Tapestry und Hershey

Nicht alle Nachrichten waren negativ. Tapestry, das Unternehmen hinter Luxusmarken wie Coach, legte um 7,3 Prozent zu. Die Rekordquartalsergebnisse übertrafen die Erwartungen dank der außergewöhnlichen Performance der Marke Coach deutlich.

Hershey gewann 3,6 Prozent, nachdem der Schokoladenhersteller die Erwartungen für das vierte Quartal übertraf und eine optimistische Prognose für 2026 abgab. Thomson Reuters kletterte um 4,2 Prozent nach höheren Umsätzen im vierten Quartal, gestützt durch die Geschäftsbereiche Recht, Steuern und Rechnungswesen.

Bristol-Myers Squibb verbuchte einen Zuwachs von 2,2 Prozent. Der Pharmariese übertraf die Schätzungen für Umsatz und Gewinn im vierten Quartal, angetrieben durch starke Nachfrage nach seiner Krebsimmuntherapie und dem Blutverdünner Eliquis.

Ciena stieg um 0,2 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der Anbieter optischer Netzwerksysteme nach 17 Jahren wieder in den S&P 500 Index aufgenommen wird. ConocoPhillips gab hingegen 0,9 Prozent nach, da die Quartalsergebnisse aufgrund schwächerer Rohölpreise die Erwartungen verfehlten.

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